Titelaufnahme

Titel
Haftung des Arbeitgebers bei Fehlverhalten in der Gehaltsexekution / eingereicht von Nicole Schleschitz
Verfasser/ VerfasserinSchleschitz, Nicole
Begutachter / BegutachterinJelinek Wolfgang
Erschienen2010
Umfang90 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Lohnpfändung / Arbeitgeber / Haftung / Österreich / Lohnpfändung / Arbeitgeber / Haftung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-16023 Persistent Identifier (URN)
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Haftung des Arbeitgebers bei Fehlverhalten in der Gehaltsexekution [0.36 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Haftung des Arbeitgebers bei Fehlverhalten in der GehaltsexekutionHat ein Gläubiger gegen seinen Schuldner einen Exekutionstitel erwirkt, kann er gerichtlich Exekution gegen diverse Vermögensteile des Schuldners führen. Mangels anderem Vermögen, etwa wenn eine Fahrnis- oder Liegenschaftsexekution aussichtslos ist, kann der Gläubiger auf das Arbeitsentgelt des Schuldners greifen. Im Zuge der Exekution auf Arbeitsentgelt erhält der Arbeitgeber des Schuldners, als nunmehr Drittschuldner, ein Zahlungsverbot vom Exekutionsgericht. Mit Einlangen dieses, wird aus dem ehemals zwei-seitigen Rechtsverhältnis durch den Zutritt des Drittschuldners ein drei-seitiges Rechtsverhältnis. In diesem Zusammenhang entstehen in Folge einige Verpflichtungen für den Arbeitgeber. Unter anderem muss er den pfändbaren Teil der Bezüge berechnen und den so errechneten Betrag dem Gläubiger zukommen lassen. Auch die Pflicht eine Drittschuldnererklärung abzugeben entsteht für ihn gemeinsam mit anderen Informationspflichten. Besondere Sorgfalt seitens des Drittschuldners ist bei der Erfüllung der, aus der Gehaltsexekution resultierenden Pflichten geboten, um zu vermeiden, dass etwaige Fehler die ihm unterlaufen Haftungsfolgen nach sich ziehen. Vom Ersatz der Prozesskosten, bis hin zur Gefahr eine bereits geleistete Zahlung ein zweites Mal erbringen zu müssen, können die Konsequenzen einer Haftung des Drittschuldners für Fehlverhalten in der Gehaltsexekution sehr umfangreich sein.

Zusammenfassung (Englisch)

Liability of the employer in the case of malpractise in attachment of earningsIf a debtee has an executory title against his debitor, he has the posibility to start a judical execution on his capital. If the debitor has no other capital the debtee is able to execute his earnings. In this case the employer of the debitor, now the garnishee, gets an interdiction of payment from the court of execution. When he recieves the interdiction of payment, out of the former two-side legal relationship between the debtee and the debitor developes a three-side legal relationship, because of the entry of the employer. In this coherence, some liabilities for the employer, as a garnishee, begin. He has to calculate the attachable part of the earnings, give this part to the debtee and fulfill also some duties to supply information. The employer has to be very careful with fulfilling all his duties, because in the case that he makes some mistakes, it is possible that he is held liable. The liability for malpractice in execution of earnings can be comprehensive. The employer has to replace the costs of the proceedings, pay an allready fulfilled payment again, etc.