Titelaufnahme

Titel
Sterben, Tod und Begräbnis am Beispiel von St. Ulrich im Greith / vorgelegt von Elisabeth Binder
Verfasser/ VerfasserinBinder, Elisabeth
Begutachter / BegutachterinJontes Günther
Erschienen2010
Umfang194 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Sulmeck-Greith- Sankt Ulrich in Greith / Bestattungsritus / Sulmeck-Greith- Sankt Ulrich in Greith / Bestattungsritus / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-15837 Persistent Identifier (URN)
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Sterben, Tod und Begräbnis am Beispiel von St. Ulrich im Greith [19.63 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Sämtliche Kulturen der Erde, sämtliche Religionen, Kunstrichtungen und philosophischen Schulen setzten und setzen sich mit den beiden Mysterien des Daseins, der Geburt und dem Tod, auseinander. Zu allen Zeiten hat sich der Mensch mit den Begriffen Zeit und Ewigkeit befasst. Die Frage, welchen Wert das Leben hat, ob das Leben mit dem Tod abgeschlossen ist, oder ob das Leben erst durch den Tod die Erfüllung erfährt, zählt zu den zentralen des Menschen. Die Zugänge zu diesen Fragen des Seins sind von einem Theologen oder Philosophen andere, als die eines Mediziners oder Biologen. Wieder anders sind die Zugänge von Künstlern und Dichtern.Geburt und Tod, die beiden Pole der zeitlichen Begrenztheit bedürfen der bewussten Integration. Der Mensch ist das einzige vernunftbegabte Lebewesen, das um seine Sterblichkeit weiß. Es ist ein Zeichen von Kultur den Tod in das Leben zu integrieren.Das mittlere Paläolithikum, vor etwa 60000 Jahren, kann als Wendepunkt der Geschichte der Menschheit gesehen werden: Der Mensch begann seine Toten zu bestatten. Eine Bestattungs- und Trauerkultur entstand.Ausgrabungen belegen, dass das Gebiet um St. Ulrich schon zur Hallstattzeit besiedelt war. Es wird angenommen, dass sich im 12. Jahrhundert an der Stelle der heutigen Pfarrkirche ein Kreuz befand, wo die Pesttoten bestattet wurden.Im Jahre 1790 wurde St. Ulrich zur selbständigen Pfarre erhoben. Quellen belegen, dass zu dieser Zeit auch schon ein Friedhof bestand. Generationen in St.Ulrich im Greith waren gezwungen angesichts der steten existentiellen Unsicherheit sich mit dem Tod und dem Sterben auseinanderzusetzen. Viele taten dies vor dem Hintergrund der christlichen Heilsbotschaft, ihres Glaubens an die Auferstehung von den Toten. Dies drückt sich bis in die heutige Zeit in zahlreichen Riten um das Sterben, den Tod und das Begräbnis, sowie in der Wahrung der Friedhofskultur aus.

Zusammenfassung (Englisch)

All cultures of the world, all religions, artistic styles and schools of philosophy deal and have always dealt with the two mysteries of existence: birth and death. At all times the human being has delved into the concepts of time and eternity. One of the main questions of the human being is the value of life, if life is completed by death or if life actually starts after death. The approaches of the central questions of existence vary from a theologian or philosopher to a doctor or biologist. An artist or poet would answer those questions but in a different way.Birth and death, the two poles of the temporary nature, require conscious integration. The human being is the only rational being who is aware of his mortality. It is a sign of culture to integrate death into life.The middle Paleolithic, about 60,000 years ago, can be seen as a turning point in human history: the human being began to bury the dead. A funeral and mourning culture originated.Excavations show that the region around St. Ulrich, has been settled during the Hallstatt period. It is assumed that in the 12th Century on the site of the present parish church there was a cross, where plague victims were buried.In 1790 St. Ulrich was raised to an independent parish. Sources indicate that at that time there already has been a cemetery. Generations of human beings of St. Ulrich im Greith have been forced to come to terms with death and dying within constant existential uncertainty. Many did so because of the background of the Christian message of salvation and their belief in the resurrection of the dead. This is reflected to the present time in many rituals from around the death, dying and burial as well as maintaining the cemetery culture.