Titelaufnahme

Titel
Die Theologie der Erbsünde bei Raymund Schwager : eine Untersuchung der Erbsündentheologie in Vergangenheit und Gegenwart / Stefanie Schwarzl
Verfasser/ VerfasserinSchwarzl, Stefanie
Begutachter / BegutachterinKörner Bernhard
Erschienen2010
Umfang92 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Schwager, Raymund / Erbsünde <Motiv> / Schwager, Raymund / Erbsünde <Motiv> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-15596 Persistent Identifier (URN)
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Die Theologie der Erbsünde bei Raymund Schwager [0.51 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Um auf die Erbsündentheologie des Innsbrucker Dogmatikers Raymund Schwager einzugehen, wird in der Arbeit zuerst die Entwicklung der Erbsündenlehre behandelt. Im ersten Teil der Arbeit werden die biblischen Grundlagen der Lehre, sowie ihre Entwicklung in den ersten Jahrhunderten nach Christus dargestellt. Dabei kommt dem Kirchenvater Augustinus eine besondere Bedeutung zu. In den Auseinandersetzungen mit Pelagius und dessen Anhängern entfaltet er seine Erbsündenlehre. Nicht ohne Grund wird er auch heute noch als ?Vater der Erbsündenlehre? bezeichnet. In der frühen Neuzeit kommt es dann auf dem Konzil von Trient zur endgültigen Festsetzung der Lehre. Durch das neuzeitliche Freiheitsverständnis, das mit der Aufklärung kommt, wird die traditionelle Lehre aber immer mehr in Frage gestellt. Ab der Mitte des vergangenen Jahrhunderts beginnt die Theologie sich der modernen Welt zu öffnen. Somit entsteht auch eine Vielzahl an modernen Erbsündentheologien. Eine davon, nämlich jene von Raymund Schwager, wird im zweiten Teil der Arbeit ausführlich behandelt. Schwager hat die Erbsündenlehre im Kontext der Evolutionstheorie erarbeitet. Mit der mimetischen Theorie von Renè Girard entfaltet er eine moderne Erbsündentheologie. Die Nachahmung ist von großer Bedeutung was die Weitergabe der Sünde betrifft. Schwager will aber nicht die Lehre des Konzils von Trient erschüttern, indem er die Nachahmung ins Zentrum seiner Erbsündentheologie rückt. Gerade in der mimetischen Theorie sieht er das Gemeinsame der Begriffe Vererbung und Nachahmung. Seine Theologie will evolutives Denken mit der christlichen Glaubenslehre verbinden.

Zusammenfassung (Englisch)

In order to understand the theology of original sin by the Innsbrucker dogmatist Raymund Schwager, this thesis will preliminary treat the development of the doctrine of original sin. In the first part, the biblical foundations of the doctrine, as well as its development in the first few centuries after Christ are shown. The most famous theologian of the ancient world, who dealt with the original sin, was Augustine. He developed his doctrine of original sin through the dispute with Pelagius and his followers. Not for nothing, even today Augustine is still called the ?Father of the doctrine of original sin?. In the early modern times, the doctrine was finally assessed at the Council of Trent. Due to the modern understanding of liberty, which came along with enlightenment, the traditional doctrine got increasingly questioned. By the middle of the 20th century, theology started to open itself to the ideas of the modern world, thus creating a multitude of modern theologies of original sin. One of them is the theology of Raymund Schwager who worked the doctrine out within the context of evolutionary theory. He also used the mimetic theory of Renè Girard to develop his theology: Imitation is of great significance concerning the transmission of sin. Nevertheless, Schwager does not want to give up the doctrine of the Council of Trent by placing imitation into the center of his theology. In fact, he sees the common grounds of inheritance and imitation within the mimetic theory. His theology aims at a connection between evolutionary thinking and Christian dogmatic theology.