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Title
Genie und Wahnsinn : Zusammenhang zwischen Kreativität und Psychotizismus unter Berücksichtigung der Assoziativen Distanz / Eva Rossmann
AuthorRossmann, Eva
CensorFink Andreas
Published2009
Description98 Bl. : graph. Darst.
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2009
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Kreativität / Psychotizismus
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-15435 Persistent Identifier (URN)
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Genie und Wahnsinn [0.66 mb]
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Abstract (German)

ZUSAMMENFASSUNGBereits 1962 vermutete Mednick in seiner Theorie der assoziativen Hierarchien, dass kreative Menschen ein gelockertes Netzwerk haben. Eysenck (1995) sah in diesen flexibleren Netzwerken den Grund für den Zusammenhang zwischen Kreativität und Psychotizismus. Die vorliegende Studie untersucht den Zusammenhang dieser beiden Merkmale unter Berücksichtigung der Assoziativen Distanz. Zur Erfassung der Distanz wurde eine Wortpaarliste entwickelt, die den subjektiv eingeschätzten Abstand zwischen indirekt verbundenen Wortpaaren (z.B. ?Katze-Käse?) und nicht verbundenen Wortpaaren (z.B. ?Fach-Ehe?) misst. Diese Wortpaarliste wurde gemeinsam mit Kreativitätstests, dem Eysenck Personality Questionnaire, der Tobacyk Paranormal Belief Scale sowie einer Subskala zur Messung der verbalen Intelligenz 100 Studierenden mit unterschiedlichen Studienschwerpunkten vorgegeben. Konkret wurden zwei unterschiedliche Untersuchungsgruppen getestet, nämlich zum einen eine Gruppe von 50 ProbandInnen ohne kreativen Schwerpunkt im Studium und zum anderen eine Gruppe von 50 ProbandInnen mit einem solchen (Informationsdesign und MultimediaArt). Es konnte ein Zusammenhang zwischen der Ideenoriginalität und der Assoziativen Distanz beobachtet werden. Dies bedeutet, dass kreativere Personen die Distanz zwischen den nicht verbundenen Wortpaaren als geringer einschätzen. Darüber hinaus schätzen die Gruppe der Studierenden mit Kreativschwerpunkt die Distanz der nicht verbundenen Wörter geringer ein als StudentInnen ohne Kreativschwerpunkt. Zwischen Kreativität und Psychotizismus ergab sich, entgegen der Erwartung ein negativer Zusammenhang. Durch die in der vorliegenden Studie erzielten Ergebnisse kann die von Mednick in den sechziger Jahren entwickelte Theorie der assoziativen Hierarchien als bestätigt angesehen werden.

Abstract (English)

ABSTRACTMednick (1962) supposed in his theory of associative hierarchies that creative people have a more flexible associative network than less creative persons. Eysenck (1995) suggested that the flexible network would be the reason for the relationship between creativity and psychoticism. This thesis investigates the relationship between creativity and psychoticism by considering individual differences in the associative network. On this account an associative distance questionnaire was developed, which was composed of indirect wordpairs (i.e.: ?cat-chees?) and unrelated wordpairs (i.e.: ?subject-marriage?). The wordpair questionnaire, several creativity tasks, Eysenck`s personality questionnaire, Tobacyk`s paranormal belief scale and a scale fort he assessment of verbal intelligence were administered in a sample of 100 students. 50 students were from the Karl-Franzens-University (without creative contents in their studies) and 50 from a design and multimedia-art school (with creative contents). A significant correlation between the associative distance and originality was found. More creative people give a lower rating to the distance of the unrelated word pairs. The results suggest that this relationship would depend on the structure of the associative network. Also differences between the two groups were found. Students with creativity-related demands in their studies give a lower estimate for the difference of the unrelated word pairs than KF-students do. Furthermore a negativ correlation was observed between creativity and psychoticism. The findings of this thesis support Mednicks theory of associative hierarchies.