Titelaufnahme

Titel
Cortical reconstruction of rapidly chnging acoustic cues in Speech : an fMRI study / Franziskus Liem
Verfasser/ VerfasserinLiem, Franziskus
Begutachter / BegutachterinNeuper Christa
Erschienen2009
UmfangVII, 63 Bl. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2009
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Sprachverarbeitung <Psycholinguistik> / Neuropsychologie / Kognitionswissenschaft
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-15392 Persistent Identifier (URN)
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Cortical reconstruction of rapidly chnging acoustic cues in Speech [2.92 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Eine Reihe von neurowissenschaftlichen Studien untersuchte die Unterschiede in der kortikalen Verarbeitung von Sprache und Nicht-Sprache. Diese Studien lieferten kein sehr eindeutiges Bild. Vielfach wiesen sie methodische Mängel auf. In dieser Diplomarbeit wurde ein randomisiertes, event-related, clustered-sparse fMRT-Design (funktionelle Magnetresonanztomographie) eingesetzt um dieses Frage zu erörtern. Im Scanner hörten TeilnehmerInnen lokal rückwärts abgespielte Sätze. In diesen Sätzen fehlten wichtige, schnelle Veränderungen im auditorischen Signal, weshalb diese Sätze unverständlich waren. In der Experimentalbedingung wurden dieselben Sätze in normaler Form vor den manipulierten Sätzen vorgespielt (match, speech). Die normalen Sätze lieferten Informationen um die unverständlichen Sätze zu rekonstruieren. In der Kontrollbedingung waren die beiden Sätze inhaltlich unterschiedlich. Der zweite Satz war darum unverständlich (nonmatch, sound). Elf gesunde ProbandInnen (fünf weiblich) nahmen an der Studie teil. Im Vergleich zur nonmatch-Bedingung zeigte die match-Bedingung im linken Planum temporale mehr Aktivierung. Dies legt den Schluß nahe, dass die Rekonstruktion von schnellen Veränderungen im Sprachsignal (rapidly changing acoustic cues) das linke Planum temporale aktiviert. Die Resultate stützen ein parametrisches Model der Sprachverarbeitung, in welchem schnelle akustische Änderungen im Sprachsignal eher in der linken, langsame Änderungen eher in der rechten Hemisphäre verarbeitet werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Several studies examined different brain processes evoked by sound versus speech perception. They failed to draw a conclusive picture and show methodological flaws to some extent. In the present study, a randomized, event-related, clustered-sparse functional Magnetic Resonance Imaging (fMRI) design was employed. While inside the scanner, participants listened to locally time-reversed sentences. Pivotal rapid transitions in the auditory signal are absent in these sentences. Therefore, they are not comprehendible. A matching task was performed. In the experimental condition, clear sentences with the same content preceded the time-reversed sentences (match, speech). The clear sentences provided information to reconstruct the incomprehensible sentences. In the control condition, the clear sentence did not match the time-reversed (nonmatch, sound). Eleven healthy subjects (five female) took part in this study. The match condition exhibited increased activation compared to the nonmatch condition in the left planum temporale. This suggests that cognitive reconstruction of rapidly changing acoustic cues activates the left planum temporale. These findings support a parametrical model of speech perception that pins processing of fast transitions in the auditory signal preferentially to neurons in the left auditory cortex.