Titelaufnahme

Titel
Tempusgebrauch in kindlichen Narrativen / vorgelegt von Elisabeth Strutzmann
Verfasser/ VerfasserinStrutzmann, Elisabeth
Begutachter / BegutachterinVollmann Ralf
Erschienen2010
Umfang92 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Vorschulkind / Erzählen / Tempus / Vorschulkind / Erzählen / Tempus / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-15361 Persistent Identifier (URN)
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Tempusgebrauch in kindlichen Narrativen [2.5 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Auf textueller Ebene ist Tempus ein Kohäsionselement, das heißt, es begründet den Textzusammenhalt mit. Eine Geschichte ist nicht an den Erzählkontext gebunden, und Tempusformen verbinden sprachliche Einheiten zeitlich innerhalb der Textwelt. Diese Funktionen der Tempora entwickeln sich erst allmählich als eine der narrativen Kompetenzen. Ziel der Arbeit war es herauszufinden, welche Tempora beim Erzählen einer Bildergeschichte bei 3- bis 6-jährigen Kindern vorkommen, welche Funktion diese Tempora in der Geschichte haben und ob sie die Funktion des Diskurszusammenhangs stützen. Hierfür wurden narrative Daten von 54 sprachunauffälligen Kindern zwischen drei und sechs Jahren (welche aus einer internationalen Kooperation -Narratives in Communicative Development Inventories- stammen) analysiert. Zu Beginn wird auf die anerkannten Tempus- und Aspekttheorien, auf die Funktionen von Tempus im Diskurs und auf einige Theorien des Tempus- und Aspekterwerbs eingegangen. Des weiteren wird ein internationales Projekt unter der Leitung von Berman & Slobin (1994) vorgestellt, welches in fünf Sprachen den Tempusgebrauch und dessen Funktionen in kindlichen Narrativen untersuchte. Den Hauptteil der Arbeit bildet die selbst durchgeführte Studie und Analyse, welche sowohl quantitativ als auch qualitativ den Tempusgebrauch aufzeigt (Präsens stellt das primäre Erzähltempus dar, Perfektformen werden vermehrt ab 4;6 geäußert und Präteritum wurde erst bei Kindern ab 5;6 verwendet). Zusätzlich wird auf den Gebrauch der Temporaladverbien und auf den Ausdruck von Gleichzeitigkeit eingegangen. Im letzten Teil werden die im Korpus vorliegenden Tempuswechsel und deren Funktionen, welche sich von den eigentlichen Funktionen (nach traditionellen Grammatiken wie zum Beispiel der Duden-Grammatik) unterscheiden, näher betrachtet.

Zusammenfassung (Englisch)

On the textual level tense is a cohesive element, therefore it is responsible for the connection in a text. A narrative is not bound to the context, so tense forms connect verbal units within the text frame. These purposes of tense gradually develop in pre-school age as one of the narrative competences. The aim of the diploma thesis was to determine which tenses are used by 3 to 6-year-old children, which purposes these tenses have and whether they support the discourse context. During the study narrative data of 54 children between 3;0 and 6;0 has been analyzed within the framework of the Narratives In Communicative Development Inventories project. In the first chapter there is one section about the acclaimed Tense- and Aspect theories, another about the purposes of tense in a discourse and one about the theories concerning the acquisition of tense and aspect. In the next chapter I want to represent an international project (Berman & Slobin 1994) which analyzes the use of tenses in child narratives in five languages. The main part consists of my study and analysis, which show the quantitive and qualitative use of tenses (Present tense is the tense generally used by children; however, at 4;0 children establish the use of perfect and imperfect tense forms). In addition there are chapters concerning the use of temporal adverbials and the expression of simultaneity. In the last chapter the switching of tenses and its purposes are discussed (which are not equal to those which are described in traditional grammars (e.g. the Duden-Grammatik).