Titelaufnahme

Titel
Die Auswirkung einer Schilddrüsenüberfunktion auf die akute Stressreaktion / Kathrin Schnöller
Verfasser/ VerfasserinSchnöller, Kathrin
Begutachter / BegutachterinUhlig, Thomas
Erschienen2010
Umfang101 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Hyperthyreose / Stress
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-14902 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Die Auswirkung einer Schilddrüsenüberfunktion auf die akute Stressreaktion [5.39 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Obwohl es in der wissenschaftlichen Literatur schon länger Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Stress und der Schilddrüsenaktivität gibt, wird dieser Verbindung kaum Beachtung beigemessen. Das Ziel dieser Untersuchung ist es, die akute Stressreaktion hyperthyreoter Patientinnen abzubilden und im Kontext heutiger Stressmodelle zu diskutieren. Dazu wurde ein akuter, psychosozialer Stressor (TSST) vorgegeben und die physiologische sowie die psychologische Reaktion auf diesen gemessen. Es wurden Parameter des Kardiovaskulären Systems (Puls, systolischer Blutdruck, diastolischer Blutdruck), des Endokrinen Systems (Cortisol) und des Immunsystems (IL-6, TNF-?) erhoben. Zusätzlich wurden die psychologische sowie die körperliche Befindlichkeit gemessen. Es wurden insgesamt 26 Frauen getestet, die sich aufgrund einer Radiojodtherapie in stationärem Aufenthalt befanden. Dabei zeigte sich, dass die akute Stressreaktion der hyperthyreoten Patientinnen Hinweise auf einen chronisch gestressten Zustand beziehungsweise einen Zustand der Allostatischen Last geben. Im Bezug auf das Kardiovaskuläre System zeigen die Schilddrüsenüberfunktionspatientinnen zwar eine Erhöhung der Herzfrequenz, jedoch zeigen sie keine adäquate Reaktion des diastolischen Blutdrucks, so wie die Gruppe der Euthyreoten. Weiters zeigt die Gruppe der Schilddrüsenüberfunktionspatientinnen eine erhöhte Konzentration Pro-Inflammatorischer Zytokine bei gleichzeitig erhöhter Cortisolkonzentration. Entgegen den Erwartungen zeigten die hyperthyreoten Patientinnen jedoch keine Unterschiede in der Befindlichkeit, weder in der psychischen noch in der körperlichen, im Vergleich zu euthyreoten Patientinnen.

Zusammenfassung (Englisch)

Despite the existence of evidence which supports a connection between stress and the thyroid gland, this field has been neglected by scientific research. This study investigates the physiological as well as the psychological reaction of patients with hyperthyroidism compared to patients with an euthyroid state to an acute psychosocial stressor. The results of this comparison are then transferred into the context of newer stress research. Parameters of the cardiovascular system (pulse, diastolic blood pressure, systolic blood pressure), the endocrine system (cortisol) and the immune system (IL-6, TNF-?) have been collected as well as self-rated mood states. A total of 26 women were investigated. Results show that women with a hyperthyroid disease show evidence of chronic stress or allostatic load. In reference to the cardiovascular system, the hyperthyroid women showed increased heart rate but no adequate reaction of diastolic blood pressure compared to euthyroid subjects. Furthermore, the group with hyperthyroidism showed elevated levels of circulating pro-inflammatory cytokines as well as raised levels of cortisol. Contrary to the expectations, there was no difference between the hyperthyroid subjects and the euthyroid subjects in the self-rated mood states, whether psychological or physical.