Titelaufnahme

Titel
Der narrative Diskurs Gehörloser in Spanien und ihr kulturelles Selbstbild / vorgelegt von Julia Obermayr
Verfasser/ VerfasserinObermayr, Julia In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Begutachter / BegutachterinErtler Klaus-Dieter
Erschienen2010
Umfang137 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Text dt., teilw. engl., teilw. span.
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Spanien / Gebärdensprache / Gehörlosigkeit / Literaturproduktion / Erzähltechnik / Geschichte 2004-2007 / Spanien / Gebärdensprache / Gehörlosigkeit / Literaturproduktion / Erzähltechnik / Geschichte 2004-2007 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-14855 Persistent Identifier (URN)
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Der narrative Diskurs Gehörloser in Spanien und ihr kulturelles Selbstbild [0.86 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Kurzzusammenfassung der Diplomarbeit von Julia Obermayr mit dem Titel:?Der narrative Diskurs Gehörloser in Spanien und ihr kulturelles Selbstbild?Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit Schrifttexten vierzehn spanischer gehörloserAutorInnen in den Werken Háblame a los ojos (2004) sowie Sordo ¡y qué! (2007).Der soziohistorische Hintergrund Gehörloser und die damit eng verwobene Terminologiesind geprägt von den Ansichten jahrhundertealter Gehörlosenpädagogik. Die natürlichgewachsenen Gebärdensprachen ?Lengua de Signos Española? (LSE) und ?Llengua deSignes Catalana? (LSC) wurden 2007 gesetzlich anerkannt, was die soziopolitischenEntwicklungen des Landes widerspiegelt und es Gehörlosen vermehrt ermöglicht, sichmittels spanischer Schriftsprache in den vorherrschenden narrativen Diskurseinzuschreiben, um ihre eigene Kultur, die ?cultura sorda?, zu tradieren, die vorrangig aufden Vektoren Gehörlosigkeit, Gebärdensprache(n) sowie Gehörlosenorganisationenbasiert.Die untersuchten Werke bedienen sich der ?karnevalesken Erzähltradition?, die in einergebärdensprachlichen Erzähltradition mit Performancecharakter wurzelt. Sie stellt einenTeil der gesamten ?literatura sorda? dar, die nicht nur Schrifttexte, sondern beispielsweiseauch Videos in LSE (/LSC) umfasst. Der gebärdensprachliche Hintergrund identifiziert diegehörlosen AutorInnen in Form von Textelementen wie einer hochfrequenten Dialogizitätoder gehörlosentypischen Begrüßungs- und Verabschiedungsformeln. SequenzielleBeschreibungen von Geräuschen bzw. Klängen dominieren neben einer ausgeprägtenVisualität, die sich in detailgetreuen Umgebungs- bzw. Vorgangsbeschreibungen äußert.Abschließend kann meiner Diplomarbeit zufolge konstatiert werden, dass das kulturelleSelbstbild Gehörloser sich in einer dreiphasigen Persönlichkeitsentwicklung des Ichsmanifestiert. Sie präsentieren sich als bikulturelle PendlerInnen zwischen zwei Welten.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract of Julia Obermayr?s Thesis entitled:?The Narrative Discourse of Deaf People in Spain and their Self-Identification?The present thesis investigates fourteen written texts of Spanish Deaf authors in Háblame alos ojos (2004) and Sordo ¡y qué! (2007).Throughout centuries the socio-historical background and its resulting intertwinedterminology of the Deaf have been coined by numerous views of Deaf pedagogy. The SignLanguages ?Lengua de Signos Española? (LSE) and ?Llengua de Signes Catalana? (LSC)arose naturally. In 2007 they were officially recognized by the law, which reflects the sociopoliticaldevelopment of the nation and gives Deaf people the chance to participate in theexisting narrative discourse by using written Spanish to pass on their own culture, the ?culturasorda?. It is primarily based on the vectors Deafness, Sign Language(s) and Deaforganizations.The investigated works use the ?carnivalesque narrative tradition? which roots in the SignLanguage narrative tradition with performance nature; furthermore, it represents a part of theentire ?literature sorda? that not only includes written texts but also videos in LSE (or LSC).Deaf-specific text elements, means of frequent dialogues or greeting and farewell phrases aswell as their very linguistic background define a Deaf writer per se. Sequential descriptions ofnoise and sound dominate along with a distinctive visual capacity that manifests in a detaileddescription of surroundings and procedures.According to my thesis, it can be concluded that cultural self-identification of Deaf people isfound within a personality development comprising of three phases. They present themselvesas bicultural commuters between two worlds.