Titelaufnahme

Titel
Attraktivitätspräferenzen als Methode der Erfassung einer pädophilen Neigung? / Nicole Paul
Verfasser/ VerfasserinPaul, Nicole
Begutachter / BegutachterinSchulter Günter
Erschienen2010
Umfang141 Bl. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Attraktion <Psychologie> / Präferenz / Test / Pädophilie
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-14779 Persistent Identifier (URN)
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Attraktivitätspräferenzen als Methode der Erfassung einer pädophilen Neigung? [6.37 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

ZusammenfassungDas Ziel dieser Arbeit bestand darin, anhand eines expliziten und impliziten Testverfahrens festzustellen, inwiefern Attraktivitätspräferenzen Aufschluss über das Vorliegen einer möglichen pädophilen Neigung geben können. Eine Abgrenzung zu bisherigen Studien, welche sich mit dem Thema Pädophilie auseinandersetzten, schafft die Zusammensetzung der Stichprobe. Diese bestand aus 63 ?klinisch unauffälligen? Männern, welche zwischen 18 und 38 Jahre alt waren. Neben einem expliziten Erhebungsinstrument (Grazer Attraktivitätstest) mussten die Probanden ein implizites Testverfahren (Primingtask) und eine Reihe von Fragebögen zur Erfassung biopsychologischer Merkmale (Händigkeit, Pubertätseintrittsalter), bearbeiten. Da Abweichungen im Fingerlängenverhältnis (2D:4D Ratio) Indikatoren einer erhöhten pränatalen Testosteronbelastung darstellen, wurden zusätzlich die Hände aller Probanden eingescannt, um deren Fingerlängen vermessen zu können. Dadurch war es möglich, die erhobenen biopsychologischen Parameter in Verbindung zu setzen, mit den explizit erhobenen Attraktivitätspräferenzen hinsichtlich eher kindlicher oder eher erwachsener Körperformen. Die statistischen Analysen zeigten nur bedingt Zusammenhänge zwischen implizit erhobenen sexuellen Neigungen und explizit erfassten sexuellen Präferenzen, wobei sich letztere teilweise gut durch die biopsychologischen Indikatoren vorhersagen ließen. Zusätzlich spielte das aktuelle Alter der Probanden eine wesentliche Rolle im Rahmen der Beurteilung männlicher Körperteile.

Zusammenfassung (Englisch)

AbstractThe intent of this empirical study was to determine if it is possible to detect paedophile affections on the basis of an explicit and an implicit test procedure. A demarcation to past studies which argued with the topic ?Paedophile?, creates the composition of the sample. The sample consisted of 63 ?clinically inconspicuous ?men, who were between 18 and 38 years old. Beside an explicit test instrument (Grazer attractions test), the test persons had to work on an implicit test procedure (Primingtask) and a set from questionnaires to the collection of biopsychological characteristics (handedness, puberty entrance age). Because of the fact that deviations in the finger length relationship (2D: 4D ratio) are indicators of an increased prenatal hormonal influence, additionally the hands of all test persons were scanned. The lengths of all fingers were measured on the ventral (palm) surface of the hand, from the basal crease of the digit to the tip of the digit. So it was possible to set the biopsychological parameters in connection to the explicitly raised attraction preferences for childlike or adult body forms. Statistical analyses showed only limited connections between implicit sexual affections and explicit sexual preferences. Explicit attraction preferences can be predicted partly well by the biopsychological indicators. Additionally the current age of the test persons played a substantial role in the context of the evaluation of male parts of the body.