Titelaufnahme

Titel
Grundton- und Obertonhören bei SchülerInnen verschiedener Altersstufen / Karin Rieger
Verfasser/ VerfasserinRieger, Karin
Begutachter / BegutachterinSeither-Preisler Annemarie
Erschienen2010
Umfang138 Bl. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Kind <9-16 Jahre> / Tonhöhenwahrnehmung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-14719 Persistent Identifier (URN)
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Grundton- und Obertonhören bei SchülerInnen verschiedener Altersstufen [4.13 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

KURZZUSAMMENFASSUNGDie vorliegende Diplomarbeit behandelt die Frage, ob sich SchülerInnen verschiedener Altersstufen in ihrem Hörmodus unterscheiden. Ausgangspunkt waren die Ergebnisse bisheriger Studien, dass bei erwachsenen ProbandInnen die Art, wie harmonische Klänge wahrgenommen werden, in gewissem Umfang trainiert werden kann und darüber hinaus mit der musikalischen Vorerfahrung zusammenhängt. In der vorliegenden Diplomarbeit interessierte die Frage, ob jüngere Kinder harmonische Klänge anders hören (Orientierung am Grundton vs. Orientierung an den Obertönen) als ältere und in der Entwicklung reifere Kinder. Dazu wurden 37 SchülerInnen der 4. Klasse Volksschule und 40 SchülerInnen der sechsten und siebten Klassen Oberstufe eines Gymnasiums getestet. Es wurde ein Tonhöhentest (Auditory Ambiguity Test; Seither-Preisler et al., 2007) verwendet, um die individuelle Tendenz zum Grundton- bzw. Obertonhören der SchülerInnen zu bestimmen. Es konnten jedoch keine Alterseffekte gefunden werden. Auch war der Hörmodus in dieser Untersuchung geschlechtsunabhängig. Zusätzlich wurde überprüft, ob die Tendenz zum Grundtonhören- bzw. Obertonhören anhand des musikalischen Vorstellungsvermögens, der musikalischen Praxis und des Musikkonsums vorhergesagt werden kann. Da diese Einflussfaktoren allerdings zu wenig Varianz aufklärten, konnte diese Annahme nicht bestätigt werden. Daher bleibt die Frage offen, welche Rolle Anlage und Umwelt für diese Leistung spielen und inwieweit sich Personen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien und mit unterschiedlichen musikalischen Grundfähigkeiten hinsichtlich ihres Hörmodus unterscheiden.

Zusammenfassung (Englisch)

ABSTRACTThe present thesis addresses the question, whether pupils of different age differ with regard to their predominant mode of pitch perception. The starting point for this investigation were previous findings which showed that in adult subjects the way harmonic complex tones are perceived may be trained to some extent and, in addition, is related to the extent of previous musical education. The focus of the present thesis, submitted for diploma, was on the question, whether younger children perceive harmonic complex tones differently as compared to older, more mature children (orientation on fundamental versus spectral pitches). 37 pupils, who were in the 4th year of elementary school and 40 pupils, who were in the 6th and 7th year of secondary school, were tested. A pitch perception test (AAT Seither-Preisler et al., 2007) was used to determine the individual tendency of fundamental versus spectral pitch perception. No age effects could be established. Also, pitch perception was independent of gender. In addition, it was examined whether the predominant mode of pitch perception may be predicted on the basis of musical audiation, musical practise, and passive music consumption. But as these parameters did not explain enough variance, this presumption could not be confirmed. Therefore, the role of genetic endowments (musical talents), of environmental factors (musical practice and auditory exposition), and of the extent to what individuals in different developmental stages differ with regard to pitch perception, still remains to be further investigated.