Titelaufnahme

Titel
Alois Höflers Beitrag zur Konsolidierung des philosophischen Einführungsunterrichts : eine am Grazer Nachlass orientierte Untersuchung / vorgelegt von Dominik Schobel
Weitere Titel
Alois Höfler's contribution to consolidate philosophical propaedeutics : a study based on his scientific legacy
Verfasser/ VerfasserinSchobel, Dominik
Begutachter / BegutachterinZeder, Franz
ErschienenGraz, 2017
Umfang94 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-116024 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Alois Höflers Beitrag zur Konsolidierung des philosophischen Einführungsunterrichts [1.08 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war der philosophische Einführungsunterricht in Österreich mit tiefgreifender Kritik konfrontiert, die ihn in seiner Existenz bedrohte. Nachdem der gymnasiale Philosophieunterricht in Deutschland für fakultativ erklärt worden war, stellte auch der österreichische Lehrplan von 1884 eine Stundenreduktion für diesen Unterrichtsgegenstand in Aussicht. Es ist der Intervention Alois Höflers, einer bislang von der Forschung wenig beachteten Persönlichkeit, geschuldet, dass die geplante Beschneidung abgewandt werden konnte. Diese Diplomarbeit untersucht den Umfang und die Qualität der Intervention, mit der Alois Höfler eine Reform des österreichischen Philosophieunterrichts einleitete. Neben den Beiträgen Höflers werden in dieser Arbeit auch die seiner Fachkollegen beleuchtet. Von besonderer Relevanz ist dabei Alexius Meinong, der zusammen mit Franz Brentano großen Einfluss auf Höflers philosophisches Denken hatte und dessen Unterstützung Höfler für sich gewinnen konnte. Darüber hinaus werden die Entwicklungen der wissenschaftlichen Philosophie dieser Zeit dargestellt, zumal es Höflers Hauptanliegen war, die Erkenntnisse der modernen Forschung für die Schule fruchtbar zu machen. Gleichzeitig versuchte er den in seinen Augen nicht mehr zeitgemäßen Herbartianismus, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur österreichischen Staatsphilosophie avancieren konnte, aus der Lehrpraxis zu verdrängen. Nach den theoretischen Abhandlungen verfasste Höfler Lehrbücher, die den Lehrbuchmarkt der philosophischen Propädeutik dominieren sollten und bis 1928 in Verwendung waren. Zudem ging der Lehrplan von 1900 umfassend auf Höflers Forderungen ein und bildete den Abschluss seines Engagements für den philosophischen Einführungsunterricht.

Zusammenfassung (Englisch)

Towards the end of the 19th century the subject Philosophical Propaedeutics faced profound criticism that endangered its existence in Austrian high schools. After the subject Philosophy had been declared optional in German high schools, the Austrian curriculum of Philosophical Propaedeutics published in 1884 opted for cutting down the hours attributed to this subject as well. That this curtailment was averted was due to the intervention of Alois Höfler, who has been mostly overlooked by scholars so far. This thesis goes into detail about Höflers intervention, which lead to a reform of Philosophical Propaedeutics, and the publishings of his fellow colleagues. A collegue of high relevance was Höflers friend Alexius Meinong, by whom Höflers very own Philosophy was mainly influenced and who supported Höflers views. Furthermore, the predominant trends of scientific philosophy at that time are to be discussed, especially since it was Höflers main concern to open up philosophical high school teaching to modern scientific thinking. At the same time Höfler tried to expel the outdated teachings of Herbartianism, which was a highly influencial school of thought in the second half of the 19th century in Austria. After his theoretical treatises had gained recognition, Höfler published text books to enforce his ideas, which were used in Austrian high schools until 1928. In addition, the curriculum of 1900 was based on Höflers proposals and marked the end of his successful involvement in Philosophical Propaedeutics.