Titelaufnahme

Titel
Die Ambivalenz der russischen Philosophie im Hinblick auf die allgemeinen Menschenrechte und die Sozial-Doktrin der Russisch-Orthodoxen Kirche (ROK) : eine religionsphilosophische Untersuchung / eingereicht von Kurt Maicovski
Verfasser/ VerfasserinMaicovski, Kurt
Begutachter / BegutachterinGrabner-Haider Anton ; Weinke Kurt
Erschienen2009
Umfang215 Bl. : Zsfassung ; Ill..
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2009
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Russland / Religionsphilosophie / Orthodoxe Kirche / Russland / Religionsphilosophie / Orthodoxe Kirche / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-14400 Persistent Identifier (URN)
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Die Ambivalenz der russischen Philosophie im Hinblick auf die allgemeinen Menschenrechte und die Sozial-Doktrin der Russisch-Orthodoxen Kirche (ROK) [18.22 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Dissertation befasst sich einleitend mit den allgemeinen polit-historischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der modernen säkularen Welt an die russisch-orthodoxe Religion, skizziert ihre differenzierte Haltung dem liberal-humanistisch geprägten Weltbild des Westens gegenüber und erläutert die grundlegende Divergenz der russischen religiösen Denkens zur analytischen rationalen Philosophie des Westens.Du?a Russii, Russkaja Ideja als eschatologische Ideen der Gottesherrschaft, Messianismus, Allmenschlichkeit der russischen religionsphilosophischen Intentionen und schließlich Sobornost, Symphonie, Katholizität, Sozialmetaphysik als gesellschaftliches Modell sollen den Gegensatz ?Europa- Russland?, Slavophile und ?Westler? veranschaulichen und zugleich auf die platonische Grundgestalt des ostkirchlichen Denkens verweisen, welches für die universelle und autoritär ausgerichtete Religionsauffassung der Russisch-Orthodoxen Kirche verantwortlich zeichnet.Die Rezeption der neuplatonischen Philosophie durch die östliche Theologie brachte die Hinwendung zu einer Spiritualität und Kontemplation mit sich, welche ein theokratisches Staatsmodell der christlich gewordenen Herrscher begünstigte, welches sich selbst den petrinischen Reformen gegenüber resistent zeigte, so dass sich auch gegenwärtig die orthodoxe Theokratie einem philosophischen Rationalismus oder einem liberal-humanistischen Wertesystem gegenüber äußerst ablehnend verhält.Die erste Sozialdoktrin der ROK stellt nunmehr eine ?Antwort? auf die geistig-kulturellen Umbrüche, auf die gesellschaftlichen und politischen Forderungen einer pluralen säkularisierten russischen Zivilgesellschaft dar, welche jedoch aufgrund der theokratischen Struktur der ROK nicht das Individuum zum Ausgangspunkt der Doktrin macht, sondern vielmehr eine Verteidigung und Rechtfertigung der geschlossenen Interessen der Kirche als Gemeinschaft der Gläubigen darstellt.

Zusammenfassung (Englisch)

The present thesis deals by way of introduction with the general political-historical and social challenges of the modern secular world to the Russian-orthodox religion, outlines her differentiated position towards the liberal-humanistically stamped world view of the west and explains the basic divergence of the Russian religious thinking to the analytic rational philosophy of the west.Du?a Russii, Russkaja Ideja as eschatological ideas of the God's rule, Messianismus, Allmenschlichkeit of the Russian religious-philosophical intentions and, finally, Sobornost, symphony, Katholizität, social metaphysics as a social model should illustrate the contrast ? Europe - Russia?, Slavophile and "Westler " and refer at the same time to the Platonic basic figure of the east ecclesiastical thinking which signs for the universal and magisterially straightened religious view of the Russian-orthodox church responsibly.The adoption of the new Platonic philosophy by the eastern theology brought the turning to a spirituality and contemplation with itself which favoured a theocracy state model of ruters, which had become Christian which was resistant itself compared with the petrinischen reforms, so that also presently the orthodox Theocracy to a philosophical Rationalism or compared with a liberal-humanistic value system behave extremely negative.The first social doctrine of the ROK shows now one "answer" to the spiritual-cultural layouts, at the social and political demands pluralistic secularized Russian civil society which, nevertheless, on account of the theocratic structure of the ROK not the individual makes the starting point of the doctrine, but rather a defence and justification of the closed interests of the church explains as a community of the believers.