Titelaufnahme

Titel
Die Rolle von Musik in der interkulturellen Integration : eine qualitative Studie in Graz / vorgelegt von Angelika Dorfer
Verfasser/ VerfasserinDorfer, Angelika
Begutachter / BegutachterinParncutt Richard
Erschienen2009
UmfangVI, 127 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2009
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Graz / Kulturkontakt / Musik / Graz / Kulturkontakt / Musik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-13557 Persistent Identifier (URN)
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Die Rolle von Musik in der interkulturellen Integration [0.67 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit setzt sich zum Ziel, den Topos Musik als völkerverbindendes Phänomen explorativ zu untersuchen. Interviews des Projekts Musik und Minderheiten von Richard Parncutt mit 41 GrazerInnen mit Migrationshintergrund wurden analysiert. Im Zuge der qualitativen Inhaltsanalyse wurden Zusammenhänge zwischen Musik und Integration sowie Einschränkungen und Gegenargumente identifiziert. Unterschiedliche Musikstile und Kontexte wurden dabei berücksichtigt.Ergebnisse: Musik kann eine Gemeinsamkeit von Menschen mit unterschiedlicher kultureller Identität darstellen: als gemeinsames Interesse und als gemeinsames Wissen. Sie fördert zwischenmenschliche Begegnungen und verstärkt integrationsfördernde Aspekte von Veranstaltungen vielfältig. Einige Befragte schränkten die Bedeutung dieser Aspekte für Integration ein. Musik ist auf einzelnen Ebenen interkulturell verständlich. Sie erleichtert das Erlernen von Sprachen und ist als Kommunikationsinhalt bedeutsam für soziale Kontakte. Sie stärkt das Wohlbefinden und kann das Zuhause-Fühlen in Graz unterstützen. Musik der eigenen kulturellen Gruppe stärkt Identität und Wohlbefinden, unabhängig von der persönlichen Integration. Viele Befragte möchten Musik ihrer kulturellen Gruppe anderen GrazerInnen präsentieren: Die Musik könne gefallen, Interesse wecken und Wissen über die Kultur vermitteln. Sie könne die Einstellung der GrazerInnen positiv verändern. Einige Befragte meinten, Musik würde unaufmerksam rezipiert und könne daher weder Wissen vermitteln noch Interesse wecken. Wenn Menschen die Möglichkeit zur Präsentation ihrer Musik gegeben wird, erleben sie dies als Interesse an ihrer Kultur, was Selbstwert und Wohlbefinden stärkt. Die Notwendigkeit finanzieller Unterstützung wurde thematisiert. Die Präsentation von Musik kultureller Gruppen ist auch problematisch: Stereotype Erwartungen werden gefördert, Homogenität wird suggeriert; nicht alle Personen identifizieren sich mit als typisch geltenden Musikstücken.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this study is to examine the topos of music as a people-uniting phenomenon in an explorative way. Interviews with 41 residents of Graz with migration background, conducted within the project Music and Minorities by Richard Parncutt, were analyzed. A qualitative content analysis revealed relations between music and integration as well as restrictions and counter-arguments. Different musical styles and contexts were considered. Results: Music can be regarded as a commonality of people with different cultural identities, namely as a common interest and common knowledge. Music enhances interpersonal encounters and intensifies integrative aspects of events in various ways. Some respondents limited the role of these aspects for integration. On some levels music can be interculturally understood and is thus in part an intercultural communication medium. It can support language learning and is relevant for social contacts as content of communication. Music supports well-being and can enhance feeling at home in Graz. Music of one?s own cultural group strengthens cultural identity and well-being, irrespectively of the personal degree of integration. Many respondents would like to present music of their culture to other residents of Graz, with the following aspirations: the music could be liked, evoke interest and communicate knowledge about the culture; It could change attitudes in a positive way. Some respondents claimed that music is mostly perceived inattentively and thus cannot communicate knowledge or evoke interest. If people get the possibility to present their music, they perceive this as interest in their culture, which supports their self-esteem and well-being. The necessity of financial support was addressed. The presentation of music of different cultures is also problematic: stereotypical expectations are reinforced and homogeneity is suggested; Not everyone identifies him- or herself with musical pieces that are regarded as typical of one?s culture.