Titelaufnahme

Titel
Die Bibelübersetzungen der 50er und 60er unter konfessionellen Aspekten oder `Quod Deus bene vertat' / vorgelegt von Susanne Wieser
Verfasser/ VerfasserinWieser, Susanne
Begutachter / BegutachterinPrunc Erich
Erschienen2010
Umfang110 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND) Bibel / Übersetzung / Deutsch / Katholizismus / Protestantismus / Geschichte 1951-1968 / Bibel / Übersetzung / Deutsch / Katholizismus / Protestantismus / Geschichte 1951-1968 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-13492 Persistent Identifier (URN)
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Die Bibelübersetzungen der 50er und 60er unter konfessionellen Aspekten oder `Quod Deus bene vertat' [0.63 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Nach einer längeren Beschäftigung mit mehreren Bibelübersetzungen unterschiedlicher Konfessionen bin ich auf einige semantische Divergenzen gestoßen, die mich dazu bewegt haben, nach deren Hintergründen zu forschen. Ziel meiner Diplomarbeit war es, ein paar Bibelübersetzungen zu vergleichen und deren unterschiedliche Varianten in ihrem jeweiligen kirchlichen Kontext zu analysieren. In meiner Hypothese ging ich dabei bereits von einer konfessionellen Bedingtheit aus. Das Analysekorpus bestand aus zwei katholischen und zwei protestantischen Bibelübersetzungen aus den 50ern und 60ern, einem Zeitraum, in welchem es noch keine weitgreifende ökumenische Bewegung gab und die einzelnen Übersetzungen keiner entsprechenden sprachlichen Glättung oder Angleichung unterzogen worden waren.Die Analyse der einzelnen Bibelstellen basierte sowohl auf textuellen als auch auf doktrinalen Kriterien. Erstere bezogen sich auf das Vorhandensein von Bedeutungsunterschieden, die aus dem Text selbst hervorgehen, letztere beinhalteten den Nachweis von deren Ursprung in der jeweiligen konfessionellen Lehrmeinung. Zur Auswahl der Bibelstellen für die Analyse wurden hierbei die doktrinalen von den textuellen Kriterien bedingt. Der Übersetzungsvergleich umfasste Themen wie kirchliche Ämter und Titel, den Zölibat, die Frage der göttlichen Vorherbestimmung und/oder des freien Willens des Menschen sowie die Stellung der Mutter Jesu im Heilsplan Gottes. In Bezug auf die Unterschiede in den Amtsbezeichnungen konnte eine eindeutige konfessionelle Bedingtheit festgestellt werden, die bereits aus den sprachlichen Gegebenheiten ersichtlich waren. Als schwierig erwies sich die Analyse der mariologischen Bibelstellen, welche zur Feststellung konfessioneller Implikationen eines weitgehenden Exkurses in die Dogmatik und exegetischen Ergebnisse bedurfte.Die Hypothese einer konfessionellen Bedingtheit der sprachlichen Unterschiede in den Übersetzungsvarianten hat sich somit nur zum Teil bestätigt.

Zusammenfassung (Englisch)

Having dealt for some time with several Bible translations of diverse denominations, I came across some semantic divergences, which motivated me to investigate their origin. The prime target of my thesis was to compare several Bible translations and to analyze their variations in the light of their ecclesiastical context. I started from the hypothesis that the respective linguistic differences reflect certain doctrinal convictions.My corpus for analysis consisted of two Catholic and two Protestant Bible translations from the fifties and sixties, a period, in which the ecumenical movement wasn?t yet very widespread and Bible translations hadn?t undergone any corresponding linguistic levelling and harmonisations.The analysis of the particular Bible passages was grounded on textual as well as doctrinal criteria. The former refers to the occurrence of semantic divergences evident from the text itself, while the latter comprises evidence of their origin in the respective denominational doctrines. The criteria for the selection of Bible passages to be analysed were first of all textual and then doctrinal. The comparison of the Bible translations comprised topics such as Church offices and titles, celibacy, divine predestination and/or the free will of man as well as the role of the mother of Jesus in God?s plan of salvation. With regard to the differences in Church titles, denominational implications became evident already on the basis of the expressions themselves. What proved to be more difficult was the analysis of passages regarding Mary, since for the identification of doctrinal implications a broad excursus on dogmatic and exegetical literature was required.The hypothesis of regarding the linguistic variations as reflecting doctrinal convictions was therefore proven to be only partially right.