Titelaufnahme

Titel
Kognitionsstrukturen und internationale strategische Entscheidungsprozesse in Europas 500 schnell wachsenden KMU / Jörg Hruby
Verfasser/ VerfasserinHruby, Joerg
Begutachter / BegutachterinGasser-Steiner Peter
Erschienen2009
UmfangXVIII, 382 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2009
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Klein- und Mittelbetrieb / Internationalisierung / Klein- und Mittelbetrieb / Internationalisierung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-12657 Persistent Identifier (URN)
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Kognitionsstrukturen und internationale strategische Entscheidungsprozesse in Europas 500 schnell wachsenden KMU [2.2 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Dissertation stellt fest, dass die bestehenden Internationalisierungstheorien unzureichend sind, um die strategischen Entscheidungsprozesse aus der Managerperspektive von international aktiven KMU ganzheitlich zu verstehen. Vordergründig leistet die Arbeit einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Internationalisierungsprozesstheorie aus einer individual-kognitiven Betrachtungsweise und stellt ein interdisziplinäres Forschungsfeld dar. In der Literatur existieren nur wenige Versuche, die die Schlüsselrolle der Entscheidungsträger im Internationalisierungsprozess von KMU erheben und die Bedeutung ihrer Kognitionen und deren Einfluss auf den fortlaufenden Internationalisierungsprozess analysieren. Im Besonderen versucht die vorliegende Arbeit herauszufinden, wie genau die Kognitionsstrukturen und kognitiven Prozesse durch den komplexen Internationalisierungsprozess beeinflusst werden. Der Untersuchungsgegenstand wird im Rahmen von 42 qualitativen Tiefeninterviews mit KMU-Hauptentscheidungsträger erforscht, indem die Grounded-Theory-Methodik verwendet wird. Die Ergebnisse implizieren, dass KMU-Manager die Internationalisierung mit etwas Positivem assoziieren und darin eine Chance sehen. Aufgrund ihrer interkulturellen Offenheit, Neugier, Lernfähigkeit und ihrem persönlichen Interesse an der Internationalisierung entwickeln und verändern sich die Manager in ihren Wahrnehmungen und Denkprozessen. Ebenso ist ein persönlicher Wachstumswille bei den KMU-Managern zu verzeichnen. Probleme und Schwierigkeiten werden zumeist in der Sprache, Fremdheitsgefühlen sowie den enormen internationalen Geschwindigkeits- und Reaktionsfähigkeitsanforderungen wahrgenommen. Die erhöhte Aufgabenkomplexität, internationale Reisebereitschaft, Kulturanpassungsfähigkeit, Kulturentfremdung und Flexibilität werden jedoch ambivalent wahrgenommen. Die Schlussfolgerung der Ergebnisse wird für die Theorieentwicklung und Praxis diskutiert und Hypothesen für zukünftige Forschung vorgeschlagen.

Zusammenfassung (Englisch)

This proposed thesis points out that existing internationalization theories are insufficient to holistically explain and understand the international decision making process from a managerial perspective in international SMEs. In general this research contributes to a development of internationalization process theory from an individual cognitive view through an interdisciplinary research focus. In the internationalization literature only limited attempts have been tried to explore the key role of decision-makers in the internationalization process of SMEs and the importance of their cognition and influence on the ongoing internationalization process. In particular, this study is going to elicit how exactly cognitive structures and cognitive processes are framed and influenced through the ongoing internationalization process. This subject matter is examined through the analysis of 42 qualitative in-depth interviews with key decision-makers using grounded theory for data collection and data analysis. Findings indicate that SME decision-makers associate something positive with internationalization and they view acting internationally as a personal chance. Due to cross-cultural openness, curiosity, compliance and personal interest the managers personally develop and change through the internationalization engagement and primarily their cognitive structure and perceptions. Moreover a personal intention for growth is stated from the managers. Personal problems and difficulties are perceived in language proficiency, feelings of foreignness, the accelerated speed and the ability to respond in time. Similarly the increased task complexity, the willingness to travel internationally, the ability to adapt to a foreign culture, the cultural estrangement and the flexibility are perceived ambivalently. The implications of these results on theory development and practical implications are discussed and a series of hypotheses are postulated for further research.