Titelaufnahme

Titel
Effektivität des ärztlichen Gesprächs : Auswirkungen einer konventionellen sowie professionellen ärztlichen Gesprächsführung auf Arzt-Patienten-Beziehung, emotionale Befindlichkeit, Symptomwahrnehmung und Behandlungszufriedenheit - aus Sicht von Patienten und Ärzten / Doris Maria Wolf
Verfasser/ VerfasserinWolf, Doris Maria
Begutachter / BegutachterinEgger, Josef
Erschienen2009
Umfang361 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2009
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Arzt / Patient / Gespräch
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-12500 Persistent Identifier (URN)
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Effektivität des ärztlichen Gesprächs [7.51 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wurde anhand von Surrogatparametern, wie der Arzt-Patienten-Beziehung, der Gesundheitsbezogenen Lebensqualität, Somatisierungsbeschwerden, der Patienten-Zufriedenheit und der Affektivität von Patienten, die Wirksamkeit des ärztlichen Gesprächs untersucht. Qualitative Daten flossen ein, um herauszufinden, welche Aspekte in einer ärztlichen Konsultation zu einer positiven Veränderung, aufseiten der Patienten, führen. Weiters wurde untersucht, ob alle Patienten, die ein vertieftes Gespräch, im Sinne einer "ausführlichen diagnostisch-therapeutischen Aussprache" benötigen, auch ein, vonseiten der Krankenkassen, bezahltes bekommen können. Insgesamt nahmen 167 Patienten einer Allgemein-Praxis und zwei Ärzte, einer mit und einer ohne PSY-Ausbildung, an der Untersuchung teil. Es gab zwei Untersuchungsgruppen, je eine pro Arzt, die an einem normalen ärztlichen Gespräch teilnahmen und eine Vergleichsgruppe, die ein vertieftes ärztlich-therapeutisches Gespräch beim Arzt mit PSY-Diplom erhielt. Die Ergebnisse zeigen, dass Patienten, nach dem Gespräch, über weniger negative Affekte berichten, als vor dem Gespräch. Beim Arzt mit PSY-Diplom haben die Patienten den Eindruck, dass er über mehr kommunikative Fähigkeiten als ihre bisherigen Ärzte verfügt. Je besser es dem Arzt gelingt, die Wirklichkeit des Patienten zu teilen, desto besser wird die Arzt-Patienten-Beziehung beurteilt. Je besser die Beziehung empfunden wird, desto höher ist die Zufriedenheit mit dem Arzt. In Interviews bewerten Patienten, sowohl die Beziehung zu ihrem Arzt, als auch seine Kompetenzen - zu 20 % seine therapeutische Kompetenz - als hilfreich und wünschen sich genug Zeit und Raum für ihre Anliegen. Es gibt eine große Divergenz zwischen der Anzahl der vertieften Gespräche, die erforderlich wären, und der, vonseiten der Krankenkassen, bezahlten Gespräche.

Zusammenfassung (Englisch)

In the existing work the effectiveness of the medical-therapeutic conversation was evaluated by means of substitute parameters such as doctor-patient-relationship, health-related quality of life, somatoform symptoms, the patient`s satisfaction and the affect of patients. Qualitative data were used to determine, which aspects in a medical consultation lead to a beneficial change for the patients. Further was reviewed whether all patients who need an in-depth conversation are able to receive one from the payment of the health insurance companies. Altogether 167 patients of a general practice and two physicians, one with and one without further training in communication skills (the so called PSY-diploma), were part of the study. There were two investigative groups. The first and the second group participated in a normal medical conversation with one of the physicians, and one comparison group that received an in-depth medical-therapeutic conversation with the physician holding a PSY-diploma. Results revealed that after an in-depth medical conversation, patients often reported less negative emotions than before. The physician with PSY-diploma gave the impression to patients that his communicative skills excelled those of their previous physicians. The greater the physician succeeded in sharing the reality of the patient, the better the doctor-patient-relationship was judged. The better the doctor-patient-relationship was perceived, the higher was the patient`s satisfaction with the physician. During interviews, patients judged, both the relationship to their physicians as beneficial as their competencies ? up to 20 % it was therapeutic competence ? and wished for enough time and room for their concerns. There is a large divergence between the number of the in-depth-therapeutic conversations that would be required and those which are paid on the part of the health insurance companies.