Titelaufnahme

Titel
Aspekte des interkulturellen Dialogs im Bereich der Religionen und der Ethik : eine religionsphilosophische Untersuchung / vorgelegt von Johanna Gerstmann
Verfasser/ VerfasserinGerstmann, Johanna
Begutachter / BegutachterinGrabner-Haider Anton
Erschienen2009
Umfang109 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2009
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Kulturkontakt / Religion / Ethik / Kulturkontakt / Religion / Ethik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-11463 Persistent Identifier (URN)
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Aspekte des interkulturellen Dialogs im Bereich der Religionen und der Ethik [0.48 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Zeitalter der Globalisierung steht durch die Vernetzung der Bereiche Technik, Politik, Kultur, Wissenschaften und der Wirtschaft vor neuen ethischen Problemen. Es geht um die Frage, wieweit es möglich ist, dass weltweit alle Menschen, Gesellschaften und Kulturen zu mehr Gerechtigkeit, Humanismus und Frieden kommen können. Denn es gibt keine einheitlichen Grundlagen für ein verbindliches Ethos. Die allgemeinen Menschenrechte werden in vielen Ländern nur zum Teil anerkannt und für das Handeln in verschiedenen Bereichen bestimmend eingesetzt. Die drei großen Weltreligionen, das Judentum, das Christentum und der Islam haben jede ein großes ethisches Potential. Auch wenn sich diese Religionen in ihren Gottesvorstellungen unterscheiden, in ihren Moralvorstellungen gibt es dennoch Parallelen, die eine Grundlage für einen Dialog innerhalb dieser Religionen bilden können. H. Küng sieht im Frieden aller Religionen eine Voraussetzung für den Weltfrieden. Auch könnten die moralischen Ansprüche der Religionen wie Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit, Friede und die Solidarität mit Schwächeren die Grundlage für ein notwendig gewordenes Weltethos bilden. Die Zeit der Postmoderne zeichnet sich in den westlichen Ländern u. a. aus durch die Trennung von Religion und Politik. Religion ist vielfach in den Privatbereich gewandert und individualisiert worden. Sinnsysteme und Orientierungsmöglichkeiten, die früher von Religionen und Kirchen angenommen wurden, sind vielen Menschen abhanden gekommen. Für ein friedliches Zusammenleben in mulitkulturellen Gesellschaften und durch die weltweite Vernetzung der Lebensbereiche braucht es einen Dialog der Kulturen, Religionen und Gesellschaften. Ein Problem dabei ergibt sich im neu aufgekommenen Fundamentalismus, in dem Vertreter von Religionen mit allen Mitteln, auch gewaltsamen, ihren exclusiven Wahrheitsanspruch durchsetzen möchten.

Zusammenfassung (Englisch)

The age of globalisation is facing new ethic problems because of the network in the fields of technology, politics, culture, science and economy. The question is how far it is possible that all the people, societies and cultures around the world can achieve more justice, humanism and peace. For there is no standard basis for a binding ethos. Some countries recognize the human rights just partially and use them decisively for actions in various fields.The three major world religions, Judaism, Christianity and the Islam, all have a great ethic potential. Even though these religions vary in their conceptions of god, their attitude to morality shows parallels which could be used as a foundation for a dialogue between them. Hans Küng sees the peace of all religions as the precondition to world peace. Furthermore the moral claims such as truthfulness, justice, peace and solidarity with the weaker would be able to form the basis for a needed and necessary world ethos. The age of the postmodern is marked by western countries in separating religion and politics. Religion has moved more into the private lives and has been individualised. Sense systems and orientation possibilities, which used to be provided by the religions and churches, have been lost by many people. For a peaceful living together in a multicultural society and a worldwide network of all areas of life a dialogue between cultures, religions and societies is needed. One resulting problem is fundamentalism in which members of religions want to impose their exclusive claims of truth on other, no matter how.