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Title
Die Bestimmtheit des Unterlassungsbegehrens und -tenors gem. § 226 ZPO und § 7 EO / Thomas Hammerschlag
AuthorHammerschlag, Thomas
CensorJelinek Wolfgang
Published2009
Description151 Bl. : Zsfassung
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2009
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Österreich / Unterlassungsklage / Österreich / Unterlassungsklage / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-11112 Persistent Identifier (URN)
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Die Bestimmtheit des Unterlassungsbegehrens und -tenors gem. § 226 ZPO und § 7 EO [0.48 mb]
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Abstract (German)

Die Befürchtung, dass der Störer ein zu eng formuliertes Unterlassungsverbot schon durch geringfügige Änderung seines Verhaltens umgehen könnte, diese Umgehungsgefahr (Kapitel II), rechtfertigt die Lockerung des Bestimmtheitsgebotes. In der Rsp wird die Unzumutbarkeit einer vollständigen Formulierung eines Verbotes für den Kläger ins Treffen geführt. Im Zeichen dieser Lockerung steht die ?Kerntheorie?, wonach ein Verbot nicht nur die konkrete Verletzungshandlung, sondern alle wesentlichen Zuwiderhandlungen erfasst (Kapitel II). Grundsätzlich soll der Verallgemeinerung aber eine doppelte Schranke gesetzt sein, die zum einen im materiellrechtlichen Anspruch, zum anderen in der Bestimmtheit gemäß § 226 ZPO und § 7 EO erkannt wird. Der Rechtsstreit im Erkenntnisverfahren und die Zwangsvollstreckung haben sich innerhalb des Gefährdungsradius der Eingriffshandlung zu halten. Deshalb wird der Klagegrund erörtert, der mit der konkreten Besorgnis der Wiederholung einer Rechtsverletzung gleichgesetzt wird (Kapitel III). Auf der Vollstreckungsebene begegnet die Wiederholungsgefahr in der Gestalt der materiellen Rechtskraft des Unterlassungsurteils. Ein weit gefasstes Verbot korrespondiert aber nicht vollends dem eng gefassten Klagegrund des anspruchsbegründenden Sachverhaltes, sodass auch die entsprechenden Vorteile des Lebenssachverhaltes erörtert werden. Nach den Kapiteln über die Grenzen der inhaltlichen Reichweite von Unterlassungsgeboten (Kapitel IV) folgt eine Darstellung der allgemeinen Kriterien zur Fassung bestimmter Urteilsanträge bzw. Unterlassungstenore. Die Erfordernisse der Schlüssigkeit und das Gebot der Bestimmtheit sind überdies eng miteinander verschränkt, worauf an verschiedenen Stellen eingegangen wird. Neben weiteren Einzelfragen wird erörtert, ob das Exekutionsverfahren nach § 355 ff EO vor allem im Rechtsmittelbereich ausreichende Möglichkeiten bietet, dem Verpflichteten zu rechtlichem Gehör im Sinne des Art 6 MRK zu verhelfen (Kapitel VI).

Abstract (English)

The definiteness of the prohibitory action not only ensures that the defendant may distinguish allowed acts or practices from the ones covered by the claims prohibition. The definiteness of the claim also empowers the judge to verificate the conclusiveness of the prohibitory action in terms of material law. The judge in contentious proceedings is responsible for pointing out the prohibition clearly. § 7 EO provides certain determinants of definiteness to be given in the operative part of the judgement. They condition the admissibility of the judgements execution. Case law stipulates that the judge in contentious proceedings must render his judgements with consideration to the ability of execution. Because of the suspicion that the opponent may by-pass the prohibition it is allowed to widely formulate the opertative part in the judgement. This may force the judge of execution to check again what was considered prohibited by the judge in contentious proceedings. The judge of execution however is not supposed to check any aspects of material law again after the plaintiff applies for execution on the grounds of the judgement given. Nevertheless the operative part of this judgement may be unclear. In this case it is said to be acceptable to interpret the judgement. By interpretation the legal force of the judgmenent must not be exceeded. Thus interpretation is a complicated process described in chapter V. It implies an examination of the cause of prohibitory actions itself because the cause determines the limits of the judgements legal force. The paper shows that the question of definiteness associates with the determination of the cause (chapter III) itself and also with the check of conclusiveness. It will be also examined if the right to be heard according to Art 6 MRK is given in the execution proceedings (chapter VI). Only on this condition widely expressed prohibitions may be acceptable.