Titelaufnahme

Titel
Hypnotisierbarkeit in Zusammenhang mit Lateralität und visueller Vorstellungskraft / Anita Patschok
Verfasser/ VerfasserinPatschok, Anita
Begutachter / BegutachterinPapousek Ilona
Erschienen2009
Umfang82 Bl. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2009
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Hypnose / Lateralität
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-10625 Persistent Identifier (URN)
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Hypnotisierbarkeit in Zusammenhang mit Lateralität und visueller Vorstellungskraft [1.15 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Hauptinteresse dieser Arbeit liegt in der Frage nach möglichen Zusammenhängen zwischen funktionalen Hemisphärenasymmetrien und der Hypnotisierbarkeit. Es wird angenommen, dass hohe Hypnotisierbarkeit mit einer Spezialisierung des linken anterioren Bereichs einhergeht. In Bezug auf den posterioren Bereich, sollte eine höhere Hypnotisierbarkeit mit der Dominanz der rechten Hemisphäre verbunden sein. Abgeleitet davon wird für ein inkongruentes Lateralitätsmuster (links vorne ? rechts hinten) die höchste Hypnotisierbarkeit erwartet. Weiters wird der Unterschied in der Höhe der Hypnotisierbarkeit in Bezug auf die visuelle Vorstellungskraft betrachtet. An der Testung nahmen 50 rechtshändige Studentinnen teil, ihnen wurden fünf Tests zur Lokalisierung einer Hemisphärenspezialisierung und ein Test zur visuellen Vorstellungskraft vorgelegt, sowie die Hypnoseinduktion, nach der ?Stanford group hypnotic susceptibility scale, Form C? (SSHS:C) durchgeführt. Die Korrelation aller Variablen ergab einen negativen Zusammenhang zwischen der Ausprägung der Rechtshändigkeit und der visuellen Vorstellungskraft. So scheinen weniger starke Rechtshänder eine erhöhte Vorstellungskraft aufzuweisen. Eine positive Korrelation konnte zwischen den Werten des Linienhalbierungstests und der visuellen Vorstellungskraft beobachtet werden. Diese zeigt an, dass Personen die eher zu einer links posterioren Präferenz neigen eine höhere Hypnotisierbarkeit aufweisen. Weder für den anterioren, noch für den posterioren Bereich konnten Zusammenhänge mit Hypnotisierbarkeit gefunden werden. Der Zusammenhang zwischen einem bestimmten Lateralitätsmuster und der Hypnotisierbarkeit konnte nicht bestätigt werden. Ein signifikantes Ergebnis zeigte sich im Hinblick auf die visuelle Vorstellungskraft. So unterscheiden sich hoch hypnotisierbare Personen signifikant von mittel hypnotisierbaren Personen, wobei hoch hypnotisierbare Personen eine höhere Vorstellungskraft aufweisen.

Zusammenfassung (Englisch)

The relationships between hypnotisability and functional asymmetries of the cortical hemispheres were investigated using fifty female students who were measured with five different laterality tests. Hypnotisability was measured with the Stanford group hypnotisability scale, Form C. Those with a superiority of the left anterior part of the brain in frontal laterality tests should be the most hypnotisable persons. For the posterior part, those with a superiority of the right hemisphere should have the highest score on the hypnotisability scale. In addition, people with the combination of both (left anterior and right posterior dominance) should score higher on the hypnotisability scale than those with other combinations of hemispheric specialisation. A correlation analysis for all variables showed a negative correlation on one hand between the extent of right-handedness and visual imagery. Less strong right-handers seem to have a greater visual imagery. On the other hand there is a positive correlation between the line-bisection-test and visual imagery, which means that people with a stronger preference of the left posterior part of the brain seem to have a greater visual imagery. After regression analysis and variance analyses, these suggestions could not be proven. A second investigation into the relationship between different levels of visual imagery and hypnotisability brought a tangible result. People with a higher visual imagery were significantly more hypnotisable than people with a medium level of visual imagery.