Titelaufnahme

Titel
Hirnforschung und Willensfreiheit in der zeitgenössischen Diskussion ausgehend von Gerhard Roth / vorgelegt von Angelika Purkathofer
Verfasser/ VerfasserinPurkathofer, Angelika
Begutachter / BegutachterinRinofner Sonja
Erschienen2009
UmfangIII, 111 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz. Univ., Dipl.-Arb., 2009
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Roth, Gerhard / Hirnforschung / Willensfreiheit / Roth, Gerhard / Hirnforschung / Willensfreiheit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-10193 Persistent Identifier (URN)
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Hirnforschung und Willensfreiheit in der zeitgenössischen Diskussion ausgehend von Gerhard Roth [0.49 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit versucht sich an einer Übersicht über die umfangreiche zeitgenössische Willensfreiheitsdebatte im deutschsprachigen Raum, welche mittlerweile interdisziplinär geführt wird. An prominenter Stelle steht dabei der Neurobiologe Gerhard Roth. Dieser hat sein Konzept der Willensfreiheit in ein umfassenderes, hier "Neurophilosophie'' genanntes, Gebäude gestellt, welches im ersten Kapitel zur kritischen Darstellung kommt. Umrissen werden darin sowohl Roths konstruktivistische Erkenntnistheorie, als auch seine Anschauungen zu traditionellen Themen der "Philosophie des Geistes''. Seine Thesen werden in Relation zu anderslautenden Texten, vor allem des Philosophen und Psychiaters Thomas Fuchs gesetzt.Im zweiten und dritten Kapitel wird eine notwendig erscheinende Begriffsklärung durchgeführt, sowie in der Debatte spezifische Argumente bzw. "Beweise'' besprochen, namentlich erwähnt sei das berüchtigte Libet-Experiment.Schließlich wird eine beispielhafte Darstellung acht verschiedener Positionen zur Willensfreiheit vorgenommen. Zur Sprache kommen zunächst drei neurowissenschaftliche Autoren: der schon erwähnte Gerhard Roth, der Neurophysiologe Wolf Singer und der Neuropsychologe Wolfgang Prinz. Danach werden drei kompatibilistische Philosophen vorgestellt, namentlich Thomas Fuchs (mit Vorbehalt), Peter Bieri und Michael Pauen. Abschließend findet die Schilderung der Modelle zweier libertarischer AutorInnen, Bettina Walde und Geert Keil statt. Die Einteilung der AutorInnen in drei Gruppen wird anhand ihrer Selbsteinschätzung vorgenommen, wobei deutlich werden wird, dass die Grenzen durchaus unscharf sind und die Positionierung innerhalb einer Gruppe nicht nur sehr unterschiedlich, sondern auch in einem dynamischen Wandel begriffen ist. Abschließend wird eine kurze sprachphilosophische Betrachtung der Debatte angefügt und der Zusammenhang zwischen Willensfreiheit und Menschenbild aufgezeigt.

Zusammenfassung (Englisch)

The diploma thesis tries to give a survey of the interdisciplinary contemporary debate of free will, centered on the German-speaking discussion. The focus lies on the neurobiologist Gerhard Roth. He imbedded his concept of free will in a more widespreading theory, which is here called "Neurophilosophy" and is the issue of the first chapter. Roths constructivist epistemology and his view of the philosophy of mind are sketched out in this first chapter and related to oppositional authors, namely Thomas Fuchs.The second and third chapter concentrate on clarifying the primary terms and arguments of the debate, in particular the notorious experiments of Benjamin Libet.The main chapter sketches out eight positions of free will. First three neuroscientists: Gerhard Roth, the neuro-physiologist Wolf Singer and the neuro-psychologist Wolfgang Prinz. After that three compatibilism points of view are figuerd out, namely Thomas Fuchs (conditionally), Peter Bieri and Michael Pauen. Finally two libertarian authors are introduced: Bettina Walde and Geert Keil. The classification of the authors lies on their self-assessment, but the borderlines are cloudy and the positions changing.The last chapter investigates language philosophy aspects on the free will debate and figures out the connection between the concept of free will and the concept of a person.