Titelaufnahme

Titel
Das neue Bleiberecht in Österreich aus völkerrechtlicher Sicht / eingereicht von Katharina Valerie Zipper
Verfasser/ VerfasserinZipper, Katharina Valerie
Begutachter / BegutachterinBenedek Wolfgang
Erschienen2009
Umfang87 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2009
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Aufenthaltsrecht / Völkerrecht / Österreich / Aufenthaltsrecht / Völkerrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-10031 Persistent Identifier (URN)
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Das neue Bleiberecht in Österreich aus völkerrechtlicher Sicht [0.38 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hauptthemen der Arbeit:?Die Umsetzung des Bleiberechts in den gesetzlichen Regelungen und dazu ein kurzer Vergleich zur alten Rechtslage.?Die Problematik der Langzeit-Asylwerber, so wie die Lösungsansätze in anderen EU-Staaten.?Die Rolle von Art 8 EMRK im Bleiberecht.?Die Verfassungs- und Völkerrechtskonformität der Regelungen, d.h. ob und wie den Urteilen des VfGH Rechnung getragen wurde und ob die Regelungen mit der Rechtsprechung des EGMR zu Art 8 EMRK vereinbar sind.Die Grundlage einer Entscheidung über ein Bleiberecht bildet die Entscheidung einer Behörde, dass die Ausweisung einer Person auf Grund des durch Art 8 EMRK gewährten Schutzes auf Dauer unzulässig ist (§§ 10 AsylG, 11 NAG, 66 FPG). Die Vergabe eines Aufenthaltstitels erfolgt entweder als ?Niederlassungsbewilligung-unbeschränkt? (§ 43 NAG) oder als ?Niederlassungsbewilligung-beschränkt? (§ 44 NAG), wobei die ?Niederlassungsbewilligung-beschränkt? eine Art ?Grundform? eines auf Grund von Art 8 EMRK gebotenen Aufenthalts ist. In der Steiermark gab es in den ersten fünf Monaten der Regelung ca. 250 Fälle, die ein Bleiberecht in Österreich beantragt haben. Davon waren ca. 80-100 sogenannte ?Altfälle?. Art 8 EMRK spielt eine zentrale Rolle, da ein Bleiberecht auf Grundlage von Art8 EMRK erteilt wird. Außerdem wurde durch die Aufnahme der Kriterien zu Art 8 EMRK, die der VfGH vom EGMR übernommen hat, vom Gesetzgeber auch für eine bessere Rechtssicherheit gesorgt. Die alte Rechtslage beinhaltete lediglich die Vergabe von Aufenthaltstiteln an besonders berücksichtigungswürdige Fälle von Amts wegen. Der VfGH hob daher die Wortfolge ? von Amts wegen? in den betroffenen Bestimmungen aus rechtsstaatlichen Erwägungen auf. Durch die Schaffung eines Antragsrechts auf Erteilung einer Niederlassungsbewilligung wurde die Vorgabe des VfGH, eine rechtsstaatskonforme Regelung des ?Bleiberechts? zu schaffen, erfüllt.

Zusammenfassung (Englisch)

Diploma thesis: ?The new law of residence in austria in the context of international law?Main topics:?The implementation of the new law of residence in the laws and a short comparison to the old legal situation.?The problem of long term asylum-seekers and the solution to this problem in other EU member states.?The role of Art 8 ECHR in the law of residence.?The conformity to constitutional law and international law. Is the new legal situation in accordance with the jurisdiction of the constitutional court and the ECHR.The decision of the public authority about the long term inadmissibility of the deportation on basis of Art 8 ECHR is the fundament of the decision about permitting a law of residence. This decision has to be based on § 10 AsylG, § 11 NAG or § 66 FPG, which contain criteria to Art 8 ECHR. This check of the deportation can be done ex officio or because of a constituted application. The absence of the possibility of the application was the reason the constitutional court abolished the term ?von Amts wegen? in the old regularizations.The law of residence itself can be chartered as ?Niederlassungsbewilligung-unbeschränkt? (§ 43 NAG) or ?Niederlassungsbewilligung-beschränkt? (§ 44 NAG). The ?Niederlassungsbewilligung-beschränkt? is designed as the basic type of a residence law in accordance to Art 8 ECHR.Art 8 ECHR is the fundament of the law of residence. The absorption of the criteria to Art 8, which had been originally developed by the European court for human rights and later absorbed into the Austrian jurisdiction by the constitutional court, leads to more legal security. Before the amendments to the aliens acts notifications only contained a reference to Art 8 EMRK. Now all notifications have to contain the check of the criteria.In the first few months of validity of the new law of residence there had been about 250 applications. About 80-100 of the applicants had been so called long term asylum seekers.