Titelaufnahme

Titel
Embrassimilating the other : Anglicisms in Japanese - a cultural pragmatic model for loanword integration / eingereicht von Johannes Scherling
Verfasser/ VerfasserinScherling, Johannes Alfred
Begutachter / BegutachterinKettemann Bernhard ; Hölbling Walter
Erschienen2009
UmfangII, 409 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2009
Anmerkung
Text teilw. in dt. und in japan. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Japanisch / Anglizismus / Japanisch / Anglizismus / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-9142 Persistent Identifier (URN)
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Embrassimilating the other [8.04 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Dissertation befasst sich mit dem Thema Anglizismen in der japanischen Sprache und versteht sich als Beitrag zur europäischen Anglizismendiskussion. Japanisch und Englisch verbindet eine relativ kurze, aber intensive Phase des Sprachkontaktes, geprägt und vorangetrieben vor allem durch die Rolle Amerikas bei der Öffnung des Landes. Seit 1945 ist die Zahl der Anglizismen in der japanischen Sprache sprunghaft angestiegen und stellt nun etwa 9% des Gesamtwortschatzes dar. Trotz dieser Zahlen sind Anglizismen im Japanischen nicht annähernd ein so heiß diskutiertes Thema wie in deutschsprachigen Ländern. Auf dieser Grundlage untersucht diese Arbeit die Geschichte des englisch-japanischen Sprachkontakts, die Einflüsse und Einstellungen, die ihn bis in die Gegenwart geprägt haben, sowie die Funktionen von Anglizismen und ihren vorbildhaften Integrationsprozess im Japanischen. Danach soll die Problematik des Gebrauchs und Verständnisses von Anglizismen aus verschiedenen Perspektiven näher beleuchtet werden, um dann zu zeigen, welche Antworten Politik und Gesellschaft darauf geben. Als empirischer Teil, schließlich, wird geprüft, wie sehr ein gut konstruierter Kontext zum Verständnis schwieriger Anglizismen beitragen kann, indem japanische Testpersonen nach der Bedeutung von 50 schwierigen Anglizismen mit und ohne Kontext befragt werden. Daraus soll ersichtlich werden, dass es möglich ist, die Bedeutung selbst schwieriger Anglizismen aus dem Kontext abzuleiten, und sie deshalb per se kein Kommunikationshindernis darstellen, wie oft behauptet wird. Dies soll dabei helfen zu zeigen, dass selbst in Ländern wie Japan, die viel mehr von Anglizismen betroffen sind als deutschsprachige Länder, die Sprache nicht untergeht und Kommunikation nicht verunmöglicht wird, sondern dass eine liberalere Einstellung, welche Wörter nicht an ihrer Herkunft bemisst, sondern an ihrer Funktion, viel dazu beitragen kann, ein Anglizismenproblem erst gar nicht entstehen zu lassen.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper is concerned with the topic of Anglicisms in the Japanese language and is meant as a contribution to the Anglicism discussions in Europe. Japanese and English have had a relatively short, but intensive period of language contact, which was especially characterized by the role America played in the opening of the island country. Since 1945, the number of Anglicisms in Japanese has skyrocketed and now amounts to some 9% of the total vocabulary. Despite this fact, the topic of Anglicisms has never been a subject of such fierce discussions as in German-speaking countries. In this paper, I first take a look at the history of English-Japanese language contact, as well as the influences and attitudes that have shaped the relationship of the two languages. As a next step, the functions and the exemplary process of integration of Anglicisms in Japanese will be examined. Thereafter, the issue of comprehension and use of Anglicisms will be closely analyzed, together with the reactions by politics and society. Finally, an empirical part will explore the role of context in the understanding of difficult Anglicisms. For that cause, a number of Japanese test persons will be asked to define 50 difficult Anglicisms without and then in context. This will show that even the meaning of difficult loanwords can be derived from context and that loanwords by themselves therefore do not represent an obstacle to communication as is often postulated. The aim is to illustrate that even in countries like Japan, which are confronted with Anglicisms in much bigger numbers than German-speaking countries, the national language does not perish and communication does not break down. Rather, the results suggest that a more liberal attitude towards language, which defines words not by their origin but by their function, could help prevent Anglicisms from being perceived as a problem in the first place.