Titelaufnahme

Titel
Erziehungsbedürftig oder krank? : Grenzfälle und Kooperationen zwischen stationärer Einrichtung der Jugendwohlfahrt und der Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Steiermark / eingereicht von Sandra Möstl
Verfasser/ VerfasserinMöstl, Sandra
Begutachter / BegutachterinScheipl Josef ; Heimgartner Arno
Erschienen2009
Umfang417 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2009
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Steiermark / Jugendhilfe / Jugendpsychiatrie
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-8576 Persistent Identifier (URN)
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Erziehungsbedürftig oder krank? [2.87 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Es gibt immer wieder Kinder und Jugendliche die aufgrund ihrer Problemstellung und psychosozialen Situation im Laufe ihres Lebens in einer stationären Einrichtung der Jugendwohlfahrt fremd untergebracht werden und zusätzlich kinder- und jugendpsychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Die Zusammenarbeit wird vor allem dann wichtig und notwendig, wenn die Krisen am ausgeprägtesten sind, und die Fachleute in den einzelnen Einrichtungen an ihre Grenzen kommen. In dieser Arbeit stehen diese Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt, die einerseits sowohl von stationären Einrichtungen der Jugendwohlfahrt sowie von der Kinder- und Jugendpsychiatrie betreut werden und die aufgrund ihrer multiplen Probleme diese Einrichtungen an ihre Grenzen bringen und somit häufig zu Abgrenzungsproblemen führen können. Andererseits können aber gerade durch diese Kinder und Jugendlichen fruchtbare Kooperationen entstehen. Um quantitative Daten über diese Gruppe von Kindern und Jugendlichen in der Steiermark zu erhalten, wurde eine Dokumentenanalyse durchgeführt, um diese Kinder und Jugendlichen im Hinblick auf unterschiedliche Parameter (z.B. Alter, Zahl der psychiatrischen Interventionen, Diagnosen, etc.) zu beschreiben. Weiters wurde durch qualitative Interviews die Position der Professionellen, die in stationären Jugendwohlfahrtseinrichtungen beschäftigt sind, in den Blick genommen um Unterschiede zwischen den Einrichtungen mit häufigerem und jenen mit weniger häufigem Kontakt zur Kinder- und Jugendpsychiatrie herauszufiltern, und individuelle Einstellungen und Erfahrungen der Fachleute in Bezug auf besonders schwierige Kinder und Jugendliche und die Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit einzubeziehen. Dadurch soll eine Grundlage geschaffen werden, um gerade für diese Kinder und Jugendlichen geeignete Maßnahmen und Einrichtungen schaffen zu können, die es uns ermöglichen, diese sozial und emotional benachteiligten Kinder und Jugendlichen halten und tragen zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

There are a number of children and young adults who have to be placed in stationary youth welfare institutions because of their difficult family situations. Additionally some of these children and young adults need support and help of the child psychiatry. The cooperation is especially needed when these children go through very bad crises that lead to helplessness among qualified personnel. This dissertation is focussed on children and young adults who need the support of stationary youth welfare institutions as well as the child psychiatry. Because of their multiple problems they can bring these institutions to their limits and lead to problems concerning differentiation. On the other hand, a competent cooperation can arise. To get quantitative data about this group of children and young adults in Styria, a document analysis has been done to describe this group in respect to different parameters such as age, number of psychiatric interventions needed, diagnoses etc. Furthermore qualitative interviews have been realised to find out about differences between stationary youth welfare institutions that have more contact to the child psychiatry and those with less contact. Besides, individual views and experiences of qualified personnel that work in stationary youth welfare institutions about difficult children and young adults and the cooperation should be included. This can be a basis to discuss about suitable steps and institutions that help us to look after these socially and emotionally disadvantaged children and young adults that also these children and young adults can have future perspectives.