Titelaufnahme

Titel
Spielerischer Ernst : eine clowneske Ausweitung des pastoralen Möglichkeitssinns am Beispiel der Krankenhausseelsorge / eingereicht von: Andrea Pfandl-Waidgasser
Verfasser/ VerfasserinPfandl-Waidgasser, Andrea
Begutachter / BegutachterinBucher Rainer-Maria ; Groen Basilius
Erschienen2009
Umfang354 Bl. : Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2009
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Krankenhausseelsorge / Krankenhausseelsorge / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-8308 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Spielerischer ErnstEine clowneske Ausweitung des pastoralen Möglichkeitssinns am Beispiel der KrankenhausseelsorgeDer Ansatz dieser Dissertation liegt darin, den homo religiosus und den homo ludens in eine schöpferische Verbindung in Form einer clownesk-orientierten Krankenhaus-Seelsorge zu bringen. Dafür werden die sensibilisierenden Konzepte wie das Erleben von Ruach und Grenzerfahrungen, das System Krankenhaus als konkreten Ort, die Krankenhaus-Seelsorge als konfessionelles Angebot bei spezifischen Grenzerfahrungen in einem Krankenhaus und schließlich der Begriff der Clownin dargestellt. Eine empirische Untersuchung nach den Methoden der Grounded Theory schließt daran an. In der Analyse von Arbeitstagebüchern von Krankenhaus-Seelsorgenden in Österreich werden die Existenz clownesker Interventionen und ihr Mehrwert abgefragt.Anhand des empirischen Forschungsertrages formuliere ich die Notwendigkeit einer ?Hermeneutik des alternativen Möglichkeitssinns? für seelsorgliche Begegnungen. Diese lässt sich wesentlich durch Wendigkeit, Großzügigkeit und eine ?angemessene Respektlosigkeit? beschrieben. Das damit zusammenhängende clownesk- christliche Menschenbild ist geprägt von einem Wissen um die Fragilität und Versehrtheit menschlichen Lebens, einem realen Scheiter-Potenzial und der Option, neben dem Tun, Dinge und Situationen auch sein und gehen zu lassen.Clowneskes als Abwehrstrategie, als Ablenkung oder als Ausübung von Macht bzw. die Anwendung einer clownesk-orientierten Seelsorge in Akutzeiten ist nicht angemessen.

Zusammenfassung (Englisch)

Playful gravityA clownesque contribution to broaden the aspect of pastoral care in hospitals.The aim of this thesis is to connect the ?homo religious? and the ?homo ludens? within the framework of pastoral care in hospitals and to introduce clownesque methods. Therefore I will explore the experience of ?Ruach? and borderline experiences in hospitals, as well as the confessional offers for specific border cases and elaborate on the role of the clown.An empirical investigation based on the methods of the ?Grounded Theory? is included. Furthermore I will analyse the diaries of professionals who have been working in pastoral care in Austria and find out if clownesque interventions lead to a surplus value.As a consequence of the analysis of the empirical data I will propose the necessity of a ?hermeneutic of alternative methods? in the field of pastoral care. The methods can be described by the terms versatility, generosity and an ?adequate lack of respect?. The ethics of a clownesque-christian portrait of humanity is shaped by the consideration of fragility and vulnerability of human life, the aspect of possible failure and the option that not every situation can be managed. Sometimes one cannot react. The usage of clownesque methods for defense, deviation or to execute power or to overcome critical situation is not appropriate.