Titelaufnahme

Titel
Verhaltensvergleich von vier männlichen, zoogehaltenen Flachlandgorillas (Gorilla gorilla gorilla) in der heterosexuellen Familiengruppe und nach Transfer in einer Männchengruppe / vorgelegt von Nina Mocnik
Verfasser/ VerfasserinMocnik, Nina
Begutachter / BegutachterinRoemer Heinrich ; Franz Cornelia
Erschienen2009
Umfang93 Bl. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2009
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Westlicher Flachlandgorilla / Männchen / Verhalten / Westlicher Flachlandgorilla / Männchen / Verhalten / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-6564 Persistent Identifier (URN)
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Verhaltensvergleich von vier männlichen, zoogehaltenen Flachlandgorillas (Gorilla gorilla gorilla) in der heterosexuellen Familiengruppe und nach Transfer in einer Männchengruppe [1.45 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der Vergangenheit erfolgten bereits Studien an zoogehaltenen Männergruppen (Nitsch, 2004; Stoinski 2001; Stoinski, 2003; Stoinski 2004; Weber 2003; Wolff 2004; Cantrell 2003; Boyer 2003) und auch Vergleiche zwischen heterosexuellen und reinen Männergruppen. In dieser Studie ergab sich durch den Transfer der vier männlichen verwandten Fokustiere, im Alter von 7 bis 12 Jahren, aus ihrer heterosexuellen Geburtsgruppe in Apenheul, Apeldoorn, nach Beekse Bergen, Tilburg, die einmalige Möglichkeit gezeigte Verhaltens- und Beziehungsänderungen direkt miteinander zu vergleichen und Unterschiede zwischen der heterosexuellen Gruppe und der neu etablierten reinen Männchengruppe deutlich zu machen. (1)Weniger Ruhen und mehr Lokomotion ausgelöst durch den höheren Stresslevel nach dem Transfer konnten bestätigt werden. (2) Die Zunahme sozialer Interaktionen sowie die Zunahme von Dauer und Häufigkeit von affiliativem Verhalten in der reinen Männchengruppe konnte ebenfalls bewahrheitet werden. Vor allem das Sozialspiel wie auch die freundlichen Kontakte die untereinander verteilt wurden, nahmen in der Männchengruppe stark zu. (3) Aufgrund des Fehlens von Weibchen, wurde eine Abnahme des agonistischen Verhaltens in der Männchengruppe angenommen, da es zu keiner Konkurrenz um Weibchen unter den männlichen Tieren kommen würde. Diese Hypothese konnte ebenfalls bestätigt werden. Die Männchen zeigten mehr agonistisches Verhalten in der Geburtsgruppe verglichen zur reinen Männchengruppe. (4) Aufgrund der geringeren Anzahl von Gruppenmitgliedern in Beekse Bergen, wurde eine Zunahme des solitären Verhaltens angenommen. Diese Hypothese konnte nicht bestätigt werden.