Titelaufnahme

Titel
Kuhdung als Mikrohabitat für die Bodenmesofauna
Weitere Titel
Cattle dung as a microhabitat for soil mesofauna.
Verfasser/ VerfasserinKarrer, Marlene
Begutachter / BegutachterinKrisper, Günther
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-115461 Persistent Identifier (URN)
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Kuhdung als Mikrohabitat für die Bodenmesofauna [1 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der folgenden Arbeit wurde die Besiedelung eines Biochorions (einjähriger Kuhdung) durch die Bodenmesofauna mit jener des Bodens einer Almweide verglichen. Hierfür wurden 4 Proben aus dem Frühsommer, sowie 20 Proben aus dem Herbst als Probenpaare, bestehend aus Dung- und Bodenproben, hinsichtlich ihrer Besiedelung mit Kleinarthropoden überprüft. In den Herbstproben konnten 7336 Individuen in den Dungproben, 11 relevanten Taxa zugeordnet werden, innerhalb der Bodenproben wurden 1988 Individuen bestimmt. Die Untersuchung konzentrierte sich auf die darin enthaltenen Oribatida, diese erreichen eine Gesamtindividuenzahl von 3026 Tieren. Es entfallen 2384 Individuen auf die Dungproben und 642 Individuen auf die Bodenproben. Unter den Oribatida konnten 35 Arten nachgewiesen werden. Für 18 Arten konnte ein Vorkommen in Dung- sowie in Bodenproben belegt werden. Weitere 11 Arten waren ausschließlich in Dungproben nachzuweisen, sowie weitere 6 Arten ausschließlich in den Bodenproben. Ebenso wurden im Zuge dieser Arbeit drei Erstnachweise für die Steiermark beschrieben. Hinsichtlich der Ähnlichkeit der Artengarnitur ergab der Sørensen-Index eine Übereinstimmung zu 67,92 % von Dung- und Bodenproben. Die vier Vergleichsproben aus dem Frühsommer sind in dieser Untersuchung exemplarisch zu betrachten. In diesen wurden 1391 Individuen gefunden, zum Vergleich wurden in den Herbstproben derselben Standorte 3097 Individuen nachgewiesen. Eine Tendenz größerer Individuendichten im Herbst lässt sich hier vor allem für die Oribatida und Collembola ablesen, bei den Trombidiformes konnten hingegen innerhalb der Sommerproben mehr Individuen nachgewiesen werden. Die vorhandenen Dungreste weisen in ihrer Besiedelung eine starke saisonale Abhängigkeit der Arten hinsichtlich der Habitatnutzung auf. Die Attraktivität des Biochorions Dung nimmt nicht zwangsläufig mit dem Fortschreiten des Rotteprozesses ab, vielmehr scheint es zunehmend stabilere Bedingungen gegenüber saisonalen Schwankungen der abiotischen Faktoren zu bieten.

Zusammenfassung (Englisch)

In this thesis, the colonization of the microhabitat “one-year-old cattle dung pats” with soil arthropods was compared with the colonization of the soil in an alpine pasture. For this purpose, 4 samples from the early summer as well as 20 samples from autumn were pairwise (dung-soil) compared, relating to their colonization with small soil arthropods. In the autumn, a total of 7336 individuals could be verified in the dung samples, and 1988 individuals were determined in the soil samples. Throughout the study focused on the Oribatida, with a total number of 3026 individuals in the autumn samples. There were 2384 individuals in the dung samples and 642 individuals in the soil samples. Among the Oribatida 35 species could be detected. For 18 species, an occurrence in both dung and soil samples could be detected. A further 11 species were found exclusively in dung samples as well as another 6 species exclusively in the soil samples. During this work, three first descriptions for Styria could be made. The Sørensen-index showed a similarity of the species with 67.92% for dung and soil samples. The four samples taken in early summer, show in an exemplarily way the seasonal alterations. In these, 1391 individuals of oribatid mites were found, compared with 3097 oribatid mites out of the autumn samples from the same sites. A tendency of greater density of individuals in the autumn can be seen here especially for the Oribatida and Collembola, whereas in the case of the Trombidiformes more individuals were detected within the summer samples. The dung pat residues show a strong seasonal dependence on habitat use of species. The attractiveness of the microhabitat dung does not necessarily diminish with the progress of the rotting process, but it seems increasingly more stable conditions against seasonal fluctuations of the abiotic factors.