Titelaufnahme

Titel
Verbreitung und Ökologie von "Petrasiro" (Sironidae, Opiliones)
Weitere Titel
Distribution and ecology of "Petrasiro" (Sironidae, Opiliones)
Verfasser/ VerfasserinNiklos, Kathrin
Begutachter / BegutachterinRaspotnig, Günther
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-115380 Persistent Identifier (URN)
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Verbreitung und Ökologie von "Petrasiro" (Sironidae, Opiliones) [4.43 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Eine wichtige Errungenschaft aller Weberknechte (Opiliones) zur Verteidigung gegen Prädatoren sind die Wehr- bzw. Stinkdrüsen. Diese Drüsen produzieren Sekrete, die je nach Art unterschiedliche Stoffe beinhalten.In der vorliegenden Arbeit wurde ein besonderes Augenmerk auf die chemische Verteidigung und geographische Verbreitung einer in Österreich noch unbeschriebenen Art von Sironiden (Unterordnung Cyphophthalmi) Arbeitsname „Petrasiro“ (= Sironidae gen. et sp. nov. sensu Raspotnig et al. 2011) gelegt. Der Großteil dieser Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse der Sekrete von „Petrasiro“ sowie mit dem Vergleich des Sekrets zu Cyphophthalmus duricorius. Die Sekrete beider Arten sind durch die Stoffklassen Ketone und Naphthoquinone gekennzeichnet aber deutlich unterscheidbar: Insgesamt konnten bei „Petrasiro“ 19 und bei C. duricorius 23 unterschiedliche Komponenten nachgewiesen werden. Sie unterscheiden sich u.a. durch Undecan-2-on, einer Hauptkomponente von C. duricorius, die bei der unbeschriebenen Sironiden-Art überhaupt nicht dokumentiert wurde. Zwischen männlichen und weiblichen Individuen gibt es bei keiner der beiden Arten einen Unterschied. Zur Untersuchung der geographischen Verbreitung wurden Bodenproben gesammelt und Lebendfallen eingesetzt. Aus bisherigen Literatur-Daten ging hervor, dass die Art in Rotbuchenmischwäldern mit eingestreuten Fichten und Kiefern im Bereich der Soboth (Grenze Steiermark-Kärnten) vorkommt. Von Juni bis Oktober 2016 wurden insgesamt 20 Exemplare dieser Art in Staritsch, Eibiswald in der Südsteiermark aufgesammelt. Die Art bevorzugt Böden mit viel Laub, hoher Humusauflage sowie hoher Feuchtigkeit. Der Großteil der Tiere wurde in einem Bereich der Humusschicht bis in 3 cm Tiefe gefunden. Die Verwandtschaft zwischen „Petrasiro“ und dem im selben Areal vorkommenden C. duricorius wird gerade genetisch untersucht

Zusammenfassung (Englisch)

An important achievement of harvestmen (Opiliones) to repel predators is the possession of prosomal scent glands. These glands produce secretions with species-specific compositions. The present investigation is focused on chemical defense and geographic distribution of an undescribed species of sironids in Austria (suborder Cyphophthalmi) tentatively named “Petrasiro” (= Sironidae gen. et sp. nov. sensu Raspotnig et al. 2011).The main part of this work is devoted to the chemical analysis of the secretions from “Petrasiro” which were compared to those of the commonly occurring Cyphophthalmus duricorius. The secretion profiles of both species are characterized by ketones and naphthoquinones. Overall, 19 different substances for “Petrasiro” and 23 for C. duricorius were detected, clearly indicating that the secretions are distinguishable. One striking difference was the content of undecan-2-one, which is a main compound in C. duricorius but was not recorded at all for “Petrasiro”. No considerable differences between male and female secretions were noticed. To investigate the geographic distribution of “Petrasiro”, soil samples were collected and traps were set. References from literature led to the conclusion that “Petrasiro” occurs in copper beech mixed forests interspersed with spruce and pine in the area of Soboth (border region of Steiermark-Kärnten). From June to October 2016, 20 specimens were found in the south of Styria in Staritsch, Eibiswald. “Petrasiro” prefers damp soils with litter and a high content of humus. Most of the individuals were found in the upper humus layer (depth of 3 cm). The phylogenetic relationship between “Petrasiro” and the co-occurring C. duricorius is a topic of ongoing research.