Titelaufnahme

Titel
„Vom `Ostmark`-Mädel im `Gau` Steiermark“ - Mädchen und Jugendjahre im Nationalsozialismus in der Steiermark
Weitere Titel
„From `Ostmark`-Girls in Styria“ - Childhood and Youth Years of Girls under National Socialism in Styria
Verfasser/ VerfasserinNagy, Angelika
Begutachter / BegutachterinSchmidlechner-Lienhart, Karin Maria
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-115146 Persistent Identifier (URN)
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„Vom `Ostmark`-Mädel im `Gau` Steiermark“ - Mädchen und Jugendjahre im Nationalsozialismus in der Steiermark [1.99 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Erziehung und Sozialisation steirischer Mädchen und jungen Frauen auf dem Weg zur Adoleszenz, welche von 1938 bis 1945 unter dem Regime des Nationalsozialismus aufwuchsen. Ausgehend vom zentralen Thema der gesellschaftlichen Stellung und dem ideologisierten Rollenbild der Frau unter dem NS-Regime, welches stets um die Aufrechterhaltung des Bildnis der „deutschen Frau“ als Mutter und Hausfrau bemüht war und damit geschlechtsspezifische Pflichten und Eigenschaften vereinte, wurde ebenso auf die „Erziehung“ der Kinder und Jugendlichen unter dem Nationalsozialismus eingegangen. Erziehung unter der NS-Herrschaft wurde in Form von politischer Sozialisation durchgeführt und sollte die junge Generation schließlich zur nationalsozialistischen Weltanschauung hin trimmen. Nach dem Anschluss Österreichs an das „Dritte Reich“ sollten all jene nationalsozialistischen Vorstellungen und Erziehungsprämissen auch in der Steiermark umgesetzt werden und ihre Wirkung entfalten, weshalb sich im regionalen Kontext ebenso Übereinstimmungen in der Vermittlung der entsprechenden „idealen“ Frauenrolle nach Vorstellung des Nationalsozialismus wiederfinden lassen. In unterschiedlichen Ausprägungsformen vermochte man junge Mädchen daher zu aktiven bzw. passiven Trägerinnen und Funktionärinnen des NS-Regimes zu formen. Die den Alltag konstruierenden Wirkungsbereiche Schule, Freizeit und Familie waren somit auch in der Steiermark von der Indoktrination der Nationalsozialisten durchzogen. Die ihnen zugehörigen unterschiedlichen Facetten und Ausprägungsformen bilden den Fokuspunkt der Arbeit und wurden näher untersucht. Schließlich ist in meiner Arbeit ein pluralistischer Forschungsansatz vorherrschend, da neben markanten schriftlichen Primärquellen, wie Zeitungsartikeln, weitere Informationen durch empirische Forschung anhand von Interviews mit steirischen ZeitzeugInnen ermittelt wurden.

Zusammenfassung (Englisch)

My diploma thesis deals with the education and socialisation of girls and young women from Styria while growing up from 1938 to 1945 under the influence of the Nazi regime. Based on the topic of the social position and the ideologized role of women under national socialism, a system which tried to maintain the picture of women as mothers and housewives and combined gender specific duties and attributes, I further looked at the educational aspects of the Nazi regime. The latter were executed in the form of political socialisation and aimed at manipulating and conditioning the young generation towards the national socialist ideology. After the connection between Austria and the “Third Reich” was established, all beliefs and educational premises had to take full effect in Styria as well. This is also the reason why accordance in the conveyance of the specific “ideal” role of women can be identified in the regional context of Styria. Therefore, it was also possible to shape young girls to different types of active or passive carriers and operatives of the Nazi regime. Constructing everyday life are the three spheres of action, namely school, leisure time and family, which have also been affected by the indoctrination of national socialism in Styria. The related facets and manifestations of these three dimensions create the focus point of my diploma thesis and have been examined in great detail. Ultimately, my diploma thesis makes use of a pluralistic research approach, as I not only use numerous written primary sources in form of newspaper articles, but I also gain information from empirical research due to conducted interviews with contemporary witnesses from Styria.