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Title
Gefährte, Freund, Symbolträger : Aspekte der Mensch-Hund-Beziehung im Mittelalter / vorgelegt von Nina Scheiber
Additional Titles
Fellow, friend, symbol carrier : aspects of the human-dog-relationship in the medieval times
AuthorScheiber, Nina
CensorGiessauf, Johannes
PublishedGraz, 2017
Description72 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Mensch / Hund / Geschichte 500-1500
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-114889 Persistent Identifier (URN)
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Gefährte, Freund, Symbolträger [2.39 mb]
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Abstract (German)

Die Freundschaft zwischen Mensch und Hund dauert bereits seit Jahrtausenden an. Der Prozess der Domestikation machte den Hund „häuslich“ und somit wurde er ein Mitglied der mittelalterlichen Bevölkerung. Beim Adel wurde der Hund durch seine Schnelligkeit sowie Kraft gern als Jagdgefährte eingesetzt. Die arbeitende Bevölkerung hingegen nutzte den Hund gern als Last-sowie Zugtier. Wegen der großen Population an Vierbeinern innerhalb der Stadtmauern, kam es zu erheblichen Entsorgungsproblemen von Kot und Kadavern. Um einer Weitervermehrung entgegenzuwirken, lies man von sogenannten „Hundeschlägern“ systematische Massentötungen durchführen. In Prozessen sowie Schandstrafen vertrat der Hund die Rolle des Opfers. Vierbeiner, die auf der Anklagebank saßen, wurden öffentlich verurteilt und als Abschreckung anderer Tiere geköpft, gehängt oder ertränkt. Eine wichtige Stelle nahm der Hund in der mittelalterlichen Symbolik ein: typische Lebensbereiche der mittelalterlichen Bevölkerung, wie zum Beispiel die Ehe, der Tod, das Gesetz etc. wurden durch ihn optisch repräsentiert.

Abstract (English)

Humans and dogs have been companions for thousands of years. During medieval times domestication of the dog took place and through this process the dog became a valuable member of the community. Due to their speed and power the dog was appreciated as a hunting companion by nobility. However, working class used dogs as pack and draft animals. Inside city walls dog population was high and the disposal of animal cadaver and feces presented a problem. In order to stop reproduction dogbeater executed mass slaughterings. During legal proceedings and shame penalties dogs acted as substitutes for victimhood. They sat on the dock, were publically convicted and as a warning sign for other animals they were even beheaded, hanged or drowned. The dog played an important role in medieval symbolic, as it is regarded as a symbol carrier for many different aspects of life.