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Titel
Wie die Energieferien zu Semesterferien wurden. Die Geschichte der Ferien in der Steiermark vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Weitere Titel
„Wie die Energieferien zu Semesterferien wurden“ The history of school holidays in Styria from the 18th century to the present day
Verfasser/ VerfasserinKaltenhofer, Anna Franziska
Begutachter / BegutachterinZiegerhofer, Anita
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-114877 Persistent Identifier (URN)
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Wie die Energieferien zu Semesterferien wurden. Die Geschichte der Ferien in der Steiermark vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. [3.83 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit erörtert die Geschichte der Ferien in der Steiermark an Pflichtschulen und allgemeinbildenden höheren Schulen. Dabei wird in Kapitel 1 anhand von Quellen (insbesondere Schulgesetze, Erlässe und Verordnungen) die historische Entwicklung der Ferialordnung dargestellt. Als Ausgangspunkt dieser Darstellung dient die „Allgemeine Schulordnung für die deutschen Normal-, Haupt- und Trivialschulen in sämmtlichen Kaiserlich-Königlichen Erbländern“ von 1774. Die Veränderungen der Ferialordnung werden chronologisch bis 1974 dargestellt. Dabei finden auch essentielle (schul-)geschichtliche Aspekte Berücksichtigung, um die Historizität der Schulferien in ihren Kontext einzubetten. Den thematischen Schwerpunkt von Kapitel 2 bilden Sinn und Zweck von Ferien. Diese wurden maßgeblich von anderen Aspekten, etwa dem sozialen Milieu der SchülerInnen, geprägt. Dabei wird analysiert, inwiefern Ferien zur Verrichtung landwirtschaftlicher Tätigkeiten dienen sollten und seit wann Ferien als menschliches Bedürfnis nach Erholung wahrgenommen wurden. Auch auf die Entwicklung des Tourismus wird an dieser Stelle kurz Bezug genommen, da Ferien im Verlauf des 20. Jahrhunderts zunehmend zum Verreisen genutzt wurden. Kapitel 3 behandelt zunächst die Abhaltung der Energieferien im Schuljahr 1973/74. In weiterer Folge wird diskutiert, welche Faktoren bewirkten, dass mit dieser zusätzlichen Ferienwoche im Wesentlichen keine Energieeinsparungen verbunden waren. Außerdem wird der Frage nachgegangen, wann Energieferien zu Semesterferien avancierten und welche Veränderungen seither stattfanden. Zum Abschluss dieser Arbeit erfolgt ein Ausblick, welcher insbesondere die aktuelle Debatte um bundesweite Herbstferien thematisiert.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis investigates the history of school holidays in Styria with a focus on primary schools and grammar schools. The first chapter deals with the historical development of holiday regulations and shows the changes over the course of two hundred years (1774-1974). The findings are based on various legislations and administrative orders, beginning in 1774, when the so-called „Allgemeine Schulordnung für die deutschen Normal-, Haupt- und Trivialschulen in sämmtlichen Kaiserlich-Königlichen Erbländern“ was enacted during Maria Theresas reign. Throughout the exposition of holiday regulations, reference is made to historical events and the history of schools in general in order to embed the changes in their historical context. Chapter 2 explores the spirit and purpose of school holidays. It is discussed to which extent school holidays aimed at enabling children to assist with agricultural work. Subsequently, it is analysed for how long holidays have been perceived as a human need for relaxation. Further, the development of tourism in Austria is briefly discussed in this chapter, as throughout the 20th century an increasing number of people travelled during holidays. In chapter 3 the so-called “Energieferien” are discussed and whether or not they contributed to the conservation of energy. In addition, it is represented how and when “Energieferien” developed into “Semesterferien” a one week school holiday in February. Finally, the current debate, which revolves around obligatory autumn holidays, is portrayed.