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Title
Mathematik und Geschlechtsdisparitäten : eine Analyse in der Schuleingangsphase / vorgelegt von Jakob Kelz
Additional Titles
Mathematics and gender disparities : an analysis of first-graders during the first semester of school
AuthorKelz, Jakob
CensorThaller, Bernd
PublishedGraz, 2017
DescriptionVIII, 115 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Mathematikunterricht / Geschlechtsunterschied
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-114641 Persistent Identifier (URN)
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Mathematik und Geschlechtsdisparitäten [2.38 mb]
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Abstract (German)

Internationale Studien wie PISA und TIMSS deuten auf höhere mathematische Fähigkeiten der Buben hin. Autoren wie Maccoby und Jacklin nannten den Unterschied in Mathematik als einen der wenigen unumstößlichen kognitiven Geschlechtsunterschiede. Hyde dementiert diese Unterschiede anhand der gender similiarities hypothesis. Diese Kontroverse an Positionen bildet den Rahmen dieser Arbeit, bei der neben einer überblicksgebenden Sichtung von geschlechtsspezifischen Unterschieden in Mathematik vom Kindes- bis zum Erwachsenalter versucht wird, Erklärungsansätze biologischer, psychologischer und sozialer Natur darzulegen. Außerdem werden Modelle zur Entwicklung mathematischer Kompetenzen vom Säuglingsalter bis zum Schuleintritt diskutiert anhand derer mathematische Vorläuferfähigkeiten definiert werden. Der empirische Teil der Arbeit prüft die mathematischen Vorläuferfähigkeiten bezüglich Geschlechtsdisparitäten anhand einer Querschnittsstudie. 397 ErstklässlerInnen aus 13 Volksschulen wurden im ersten Semester mit dem ERT 0+ getestet. Die mathematische Gesamtleistung, die Bereiche Kognition, Arithmetik und Raumvorstellung sowie 16 mathematische Vorläuferfähigkeiten wurden mittels U-Tests analysiert. Die Ergebnisse verweisen auf keine signifikanten geschlechtsspezifischen Leistungsunterschiede in der mathematischen Gesamtleistung und in den Vorläuferfähigkeitsbereichen Kognition, Arithmetik und Raumvorstellung. Die Effektstärke d = -0,133 deutet auf einen kleinen Vorteil der Mädchen bezüglich der Gesamtleistung hin und in den 16 Vorläuferfähigkeiten zeigten die Mädchen bei vieren (Serialität, Mengenvergleich, phonologische Bewusstheit von Mengen und Zahlenvergleich) signifikant bessere Leistungen. Schließlich wird aus den statistischen Auswertungen und der Auseinandersetzung mit der Theorie gefolgert, dass in der Schuleingangsphase die Buben den Mädchen in Mathematik nicht überlegen sind.

Abstract (English)

International studies like PISA and TIMSS imply that boys have higher mathematical skills than girls. Authors like Maccoby and Jacklin declare the gender difference in mathematics as one of the most incontrovertible cognitive gender disparities. However, Hyde denies these differences with her meta-analysis based gender similarities hypothesis. These controversial positions set the scene for the current diploma thesis. Gender differences ranging from childhood to adulthood are discussed in the light of biological, psychological and social explanatory approaches. Additionally, developmental models of mathematical competencies from infancy to school entry are described to define mathematical precursor skills.Gender disparities in these mathematical precursor skills were examined in the empirical part of the diploma thesis. 397 first-graders of 13 elementary schools were tested with the ERT 0+ during the first semester of school. The overall mathematical performance and the factors cognition, arithmetic and spatial ability as well as 16 various precursor skills were analyzed using u-tests. The results neither show significant gender differences in the overall mathematical performance nor in any of the factors cognition, arithmetic and spatial ability. However, the effect size d = -0,133 implies a small advantage of girls` overall mathematical performance and four of the 16 precursor skills (seriality, quantity comparison, phonological awareness of quantities and number comparison) show significant differences in favour of girls.In conclusion, taking all statistical results and the existing theories into account boys do not have better mathematical skills during the first semester of elementary school.

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