Titelaufnahme

Titel
Die Kunst solider Staatsfinanzen in Zeiten hoher Staatsverschuldung : eine modelltheoretische Analyse von Tichys Alternative zur undifferenzierten Sparpolitik in Europa anhand von Modellen überlappender Generationen (OLG-Modelle) / Mag. rer.soc.oec. Stefan Kuplen
Weitere Titel
The art of solid public finances in times of high public debt : a model-theoretic analysis of Tichy's alternative to the undifferentiated austerity policy in Europe on the basis of overlapping generations models (OLG-models)
Verfasser/ VerfasserinKuplen, Stefan
Begutachter / BegutachterinFarmer, Karl ; Bednar-Friedl, Birgit
ErschienenGraz, Februar 2017
UmfangX, 396 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Dissertation, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in deutscher und in englischer Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Öffentliche Schulden / Mehrgenerationenmodell
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-114630 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Die Kunst solider Staatsfinanzen in Zeiten hoher Staatsverschuldung [3.52 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Im Zentrum dieser Dissertation steht die modelltheoretische Analyse von Tichys (2013) These, welche der undifferenzierten europäischen Sparpolitik eine Absage erteilt, indem für die nicht am Rande des Staatsbankrotts stehenden Länder eine wirtschaftspolitische Alternative in Form einer Umstrukturierung von „unproduktiven“ hin zu „produktiven“ Staatsausgaben gefordert wird. Dazu wird eine OLG-Modellreihe mit dem Ziel entwickelt, sowohl die Wirkung der geforderten Umstrukturierung bei gleichbleibender Staatsverschuldung für die mitteleuropäischen Länder als auch den Effekt einer Reduktion der Staatsverschuldung für die südeuropäischen Staaten auf das Wirtschaftswachstum zu beurteilen. Den Ausgangspunkt bildet ein auf Farmer (2014a) und Lin (2000) basierendes Realmodell, welches mit Blick auf die Realität in eine monetäre Version unter Rückgriff auf Sidrauskis (1967) Ansatz zur Erklärung der Rolle von Geld transformiert wird. Die dem langfristigen Charakter der Modelle geschuldete Abstinenz der allgegenwärtigen krisenbedingten unfreiwilligen Arbeitslosigkeit erfordert zudem die Entwicklung eines Krisenfolgenmodells, welches durch die Einführung keynesianischer Elemente nach Rankin (1986) in die monetäre Version gelingt. Da dieses Kurzfristmodell Wirtschaftswachstum bei unfreiwilliger Arbeitslosigkeit nicht erklären kann und die Annahme exogen fixierter Preis- und Lohnniveaus über die kurze Frist hinausgehend problematisch ist, wird ein Krisenfolgenmodell für die mittlere Frist in Anlehnung an Magnani (2014) konzipiert, welches in der Lage ist diese Mankos zu beseitigen. Die zentralen Erkenntnisse der Arbeit sind: (i) Die mitteleuropäischen Länder sollten von der kollektiven Spardoktrin ausgenommen werden und eine Umstrukturierung von „unproduktiven“ hin zu „produktiven“ Staatsausgaben forcieren. (ii) Für die südeuropäischen Staaten greift die bloße Forderung nach einer Reduktion der Staatsverschuldung ohne Berücksichtigung der negativen Beschäftigungseffekte zu kurz.

Zusammenfassung (Englisch)

The art of controlled public finances in times of high public debt. Legitimation of productive government expenditures in an overlapping generations model

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