Titelaufnahme

Titel
Kognitive Kontrolle, Nutzung peripherer Reize und Kreativität
Weitere Titel
Cognitive control, use of peripheral stimuli, and creativity
Verfasser/ VerfasserinThaler, Markus
Begutachter / BegutachterinBenedek, Mathias
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-114571 Persistent Identifier (URN)
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Kognitive Kontrolle, Nutzung peripherer Reize und Kreativität [1.62 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Kreativität wird sowohl mit hoher als auch geringer kognitiver Kontrolle in Verbindung gebracht. Positive Einflüsse einer geringen kognitiven Kontrolle werden aufgrund eines breiteren Aufmerksamkeitsfokuses angenommen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss von kognitiver Kontrolle, definiert über latente Hemmung, auf divergentes Denken und kreative Errungenschaften. Außerdem soll der Einfluss auf die Nutzung peripherer Reize und deren Einfluss auf Kreativität überprüft werden. Es wurde ein Priming-Experiment durchgeführt, in dem Lösungen für Remote Associates Test (RAT)-Aufgaben in einem Flanker-Task präsentiert wurden. Die Nutzung peripherer Reize wurde über Lösungshäufigkeiten im RAT definiert. Zusätzlich zu den Kreativitätsmaßen wurden latente und kognitive Hemmung, die Arbeitsgedächtnisleistung, erinnerte geprimte Wörter sowie Lösungsstrategien im RAT erhoben. Die Stichprobe betrug 140 Personen. Durch latente Strukturgleichungsmodellierungen konnte gezeigt werden, dass latente Hemmung einen positiven Einfluss auf divergentes Denken und einen negativen Einfluss auf kreative Errungenschaften ausübt, jedoch mit der Nutzung peripherer Reize nicht in Verbindung steht. Die Nutzung peripherer Reize konnte divergentes Denken vorhersagen, kreative Errungenschaften jedoch nicht. Divergentes Denken konnte kreative Errungenschaften vorhersagen. Die Ergebnisse bestätigen, dass kognitive Kontrolle einen differentiellen Einfluss auf die beiden Kreativitätsmaße ausübt. Außerdem scheint divergentes Denken zusätzlich von einer vermehrten Nutzung peripherer Reize profitieren zu können. Dies könnte über flexible kognitive Prozesse erklärt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Creativity is associated with both, high and low cognitive control. The positive influence of low cognitive control is assumed due to a broader attentional focus. The aim of this paper is to investigate the influence of cognitive control, defined by latent inhibition, on divergent thinking and creative achievement. In addition, the influence of cognitive control on the use of peripheral stimuli and their influence on creativity should be examined. Therefore, a priming experiment was conducted in which solutions for Remote Associates Test (RAT)-Items were presented in a Flanker-Task. The use of peripheral stimuli was defined by the solution rates of RAT-Items. In addition to the measures of creativity, latent and cognitive inhibition, working memory performance, recalled primed words as well as solution strategies in the RAT were assessed. The sample was based on 140 people. By performing latent structural equation modelling it was found out that latent inhibition has a positive influence on divergent thinking and a negative influence on creative achievement. Latent inhibition could not predict the use of peripheral stimuli. The use of peripheral stimuli could predict divergent thinking but could not predict creative achievement. Divergent thinking predicted creative achievement. These results confirm the differential influence of cognitive control on this two measures of creativity. Moreover, divergent thinking also seems to benefit from an increased use of peripheral stimuli. This could be explained by flexible cognitive control processes.