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Title
Wie schnell wir doch fallen, wenn wir einmal rutschen : der Gefühlshaushalt von Sozialabsteigern / Wolfgang Winkler
Additional Titles
How fast we fall when we fall : the emotional impact of downward mobility
AuthorWinkler, Wolfgang
CensorHaring, Sabine
PublishedGraz, Mai 2017
Description174 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Sozialer Abstieg
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-114539 Persistent Identifier (URN)
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Wie schnell wir doch fallen, wenn wir einmal rutschen [1.73 mb]
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Abstract (German)

Die Thematik selbst ist unter Schlagworten wie dem „Abbröckeln des Mittelstandes“, der „Abwärtsspirale“ oder der um sich greifenden „Prekarisierung“ seit einiger Zeit geläufig und längst auch hierzulande, inmitten des „reichen Westens“, für viele Menschen Lebensrealität. Aber selbst wenn sie sie nicht unmittelbar zu spüren bekommen, weisen doch alle Anzeichen darauf hin, dass sie, so zumindest die Befürchtung, in näherer Zukunft selbst zum Kreis der Betroffenen gehören. Auch wenn die „tatsächlichen“ quantitativ-demografischen Dimensionen recht gut beforscht sind und die möglichen Folgen dieser Erosionsprozesse recht eifrig diskutiert werden, steht die Frage, wie es sich im Konkreten anfühlt, einen sozialen Abstieg aus gesicherten Verhältnissen zu erleben oder von einem solchen bedroht zu sein, nur selten im Fokus der Sozialwissenschaften. Diese relative Lücke mittels einer Nahsicht auf die dabei aufgewühlten Emotionen, deren Mischungsverhältnisse und Dynamiken, ein Stück weit zu schließen, ist hier das vordringliche Ziel. Erreicht wird es auf der Basis einer historisch wie soziologisch kontextualisierten Inhaltsanalyse von fünf einschlägigen Beispielen aus der erzählenden Literatur der USA des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Vorgangsweise ist praxeologisch und Strukturen entdeckend ausgerichtet. Die Methode wurde gewählt, weil sie einen „besonderen“ Zugriff auf jene Bereiche des psychischen Erlebens verspricht, die ansonsten oft im Verborgenen bleiben. Im vorliegenden Fall sind das vor allem schambehaftete, verdrängte und/oder unbewusste Inhalte. Die solcherart erzielte „dichte Beschreibung“ (Clifford Geertz) sie versteht sich als ein Beitrag zur „Soziologie der Emotionen“ und zur „Literatursoziologie“ hat zwar unweigerlich nationalkulturellen Anstrich, wesentliche Elemente des Gefühlserlebens und -ausdrucks scheinen aber übertragbar.

Abstract (English)

Well known in the public debate for quite some time now, the phenomena denoted by catchphrases and keywords like the „vanishing middle-classes”, „casualization”, „precariat”, „downward spirals” and so on have become a tangible reality for many people. We can also empirically observe a significant rise of fears concerning the possibility to „fall” next by the side of strata not even being seriously affected; this is partly due to what sociologists call the spill-over-effect; the real big shifts in social structure are taking place one floor „below”. Thus despite being a topic of increasing interest, the processes of actively declining the social ladder are rarely examined carefully by the Social Sciences. Whereas the reasons why and the amount to which this is happening are discussed rather commonly a closer look at the feelings involved, their specific blend and dynamics, is still waiting to be done. A „thick description” in the terms of Clifford Geertz shall help to bridge this gulf. Its basis is a both sociologically and historically informed content-analysis of five literary works of American authors „realistic” on the subject matter from John OHaras Appointment in Samarra (1934) to Stewart ONans The Odds: A Love Story (2012). The perspective is praxeological and at the same time focused on detecting patterns of feelings and behavior yet unnoticed or unseen. This method is applied because it seems best suited to grasp the „depths” of the human psyche especially the often shameful, hidden and/or unconscious areas that make such a strong impact on people living through a process of downward mobility. As such it is an empirical piece to the „Sociology of Emotions“ as well as to the „Sociology of Literature”. The results are American in their context, however, in their central qualities they also seem to indicate a certain extent of general experience.

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