Titelaufnahme

Titel
"Geschlechterrollen in den Dramen Hasanaginica, Hasanaga und Pomracina krvi"
Weitere Titel
Gender roles in the dramas "Hasanaginica, Hasanaga and Pomracina krvi"
Verfasser/ VerfasserinReithofer Bektic, Marizela
Begutachter / BegutachterinHansen-Kokorus, Renate
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-114476 Persistent Identifier (URN)
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"Geschlechterrollen in den Dramen Hasanaginica, Hasanaga und Pomracina krvi" [1.03 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Betrachtet man das Leben von Männern und Frauen im Hinblick auf die alten Zeiten zeigt sich, dass sich die Geschlechterrollen im Laufe der Zeit stark verändert haben. Die traditionellen patriarchalischen Rollen haben sich gewandelt. Nicht nur der Mann gilt heutzutage als Ernährer der Familie, sondern auch die Frau. Das männliche und das weibliche Geschlecht wurden einander gleichgestellt und ihre Rollen in der heutigen Gesellschaft werden als gleichberechtigt betrachtet. Während man im realen Leben die Gleichstellung der Geschlechterrollen als etwas ganz Normales empfindet und erlebt, wird in der vorliegenden Masterarbeit die Frage gestellt, ob literarische Figuren auch dem Rollenwandel folgen und als gleichberechtigte Wesen in der Literatur dargestellt werden. Um diese Frage beantworten zu können, werden die südslawischen Dramen Hasanaginica, Hasanaga und Pomračina krvi betrachtet und die Geschlechterrollen ihrer Figuren untersucht. Ziel der Arbeit ist es, die wichtigsten theoretischen Erkenntnisse zur Entstehung der traditionellen geschlechtlichen Rollenverteilungen und ihrer Differenzierungen herauszuarbeiten, um anhand dessen die Geschlechterrollen der literarischen Figuren zu untersuchen. Da diese Geschlechterrollen hauptsächlich auf einem slawisch-muslimischen Sittenkodex basieren, werden ihre Rollen und ihre Verhaltensweisen aus einem patriarchalen, religiösen und gesellschaftlichen Gesichtspunkt und im Hinblick auf den Dramenkonflikt untersucht. Daraus lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass alle behandelten Dramen auf den ersten Blick ihren LeserInnen ein Bild von der Zweigeschlechtlichkeit vermitteln, welches der stereotypischen geschlechtlichen Rollenverteilung in einer patriarchalisch islamischen Gesellschaft entspricht. Dieses Bild hält aber nur bis zum Ausbruch des Dramenkonfliktes zwischen der männlichen und der weiblichen Hauptfigur an, denn dieser trägt dazu bei, dass die literarischen Figuren aus ihren bis dato traditionellen Rollenverteilungen schlüpfen können und sich in einen Kampf für die Gleichberechtigung begeben, welcher letztendlich in einer Rückkehr der eingeprägten geschlechtlichen Rollen endet.

Zusammenfassung (Englisch)

Taking a closer look at the lives of men and women in the old days, it becomes evident that gender roles have changed significantly over time. Traditional patriarchal roles have evolved. Males are no longer the sole breadwinner, but rather share the role with their partner. Men and women have become equal and their roles in todays society are considered equal. While in real life equal gender roles are considered and experienced as normal, the aim of this master thesis is to investigate if literary figures also follow this role shift and if they are portrayed in literature as equal human beings. In order to explore these questions, this master thesis investigates the South Slavic dramas Hasanaginica, Hasanaga and Pomračina krvi and the gender roles of the characters in these dramas. The aim of this master thesis is to identify the most important theoretical findings on the development of traditional gender roles and gender differentiations and, based on these findings, to investigate the gender roles of the literary figures. As these gender roles are largely based on a Slavic Muslim moral code, the roles and behaviors of the characters are investigated from a patriarchal, religious and societal perspective and taking into account the conflict in the drama. The analysis establishes that, at first glance, all investigated dramas give readers an impression of gender dualism which corresponds to the stereotypical distribution of gender roles in a patriarchal Islamic society. This impression, however, lasts only until the conflict in the drama between the male and female protagonist is initiated, as the conflict contributes to the literary figures escaping their hitherto traditional gender roles and getting into a fight for equality which eventually ends with a return to longstanding gender roles.