Titelaufnahme

Titel
Hate-Crimes gegen Homo- und Transsexuelle in Österreich : Hate-Crimes als emergente Phänomene aus der Interaktion zwischen Opfern und Tätern / Patrick Hart
Weitere Titel
Hate-crimes against homo-and transsexuals in Austria : hate-crimes as an emergent phenomenon of victim-perpetrator interaction
Verfasser/ VerfasserinHart, Patrick
Begutachter / BegutachterinFüllsack, Manfred
ErschienenGraz, Mai 2017
Umfang123 Blätter : Zusammenfassungen (1 Seite) ; Illustrationen, Diagramm
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-114443 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Hate-Crimes gegen Homo- und Transsexuelle in Österreich [1.71 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Hate-Crimes gegen Homo-, Trans- und Intersexuelle (LGBTI) Personen in Österreich. Eine Hate-Crime ist ein Verbrechen welches sich gegen ein Opfer richtet, rein aufgrund der angenommenen oder tatsächlichen Zugehörigkeit zu einer soziodemografischen Gruppe. Die Arbeit ist in drei Kapitel gegliedert.Das erste Kapitel gibt einen Überblick über die wissenschaftliche Literatur. Die Ergebnisse werden dabei in einen gemeinsamen, konzeptionellen Rahmen eingebaut, um das „typische“ Hate-Crime gegen LGBTI zu beschreiben. Abschließend werden verschiedene Theorien vorgestellt, welche aktuell zur Erklärung von Hate-Crimes diskutiert werden. Diese werden anschließend daraufhin geprüft, wie gut sie das erarbeitete Konzept erklären können. Dabei wird versucht zu zeigen, dass derartige Ansätze systematisch unvollständig bleiben müssen, da sie ein besonders Spezifika von Hate-Crimes nicht beachten: die emergente Natur dieses sozialen Phänomens. Ein Phänomen ist dann emergent, wenn sich seine Eigenschaften nicht durch den Rekurs auf seine Teile erklären lassen, sondern durch die Interaktion dieser Teile völlig neu entstehen.Das zweite Kapitel der Arbeit stellt die analytische Soziologie als methodische Stoßrichtung vor, welche versucht emergente Phänomene einer empirischen Bearbeitung zugänglich zu machen. Nach einer ersten Vorstellung der zentralen Konzepte, werden eine Reihe von Kritiken an der analytischen Soziologie diskutiert und Schlussfolgerung für die Verwendung dieses Ansatzes gezogen.Im dritten Kapitel werden zwei Simulationsmodelle entwickelt, welche jeweils einen spezifischen Aspekt von Hate-Crimes beleuchten sollen, die in bisherigen Erklärungsversuchen immer ausgeklammert wurden: die Interaktion zwischen Opfern und Tätern sowie das systematische Meinungsgleichgewicht bei den Opfern. Für die Umsetzung dieser Modelle empfiehlt sich eine Computersimulation, welche mit NetLogo realisiert und anschließend experimentell ausgewertet wird.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with hate-crimes against lesbian, bi-, trans- and intersexual (LGBTI) persons in Austria. A crime is considered a hate-crime if it is perpetrated solely out of the actual or assumed affiliation with a sociodemographic group. The thesis is structured into three chapters.Chapter one presents an overview over the current scientific literature. The results will be implemented into a common framework to describe the typical hate-crime against LGBTI. Subsequently several theories will be presented which are currently discussed to explain to social phenomenon hate-crime. These theories are tested in how well they are able to explain the common framework. The first chapter concludes with the insight, that those proposed theories lack understanding of a fundamental aspect of hate-crimes: the emergent nature of hate-crimes. A phenomenon can be considered as emergent, if its properties cannot not explained be simply referring to its constituting elements but by referring to effects of interactions of said elements.The second chapter presents analytical sociology as a viable approach to open emergent phenomenon for empirical enquiry. After a first introduction into its central concepts several prominent critics will be discussed and conclusions drawn.The third chapter develops two simulations models which are analysing a specific aspect which is currently poorly analysed: the interaction between victims and offenders and the systematic equilibria in the beliefs of the victims. Both models will be implemented as a computer simulation using NetLogo and subsequently analysed experimentally.