Titelaufnahme

Titel
Argumentative Textprozeduren in Vorwissenschaftlichen Arbeiten / vorgelegt von Nadine Kalcher
Weitere Titel
Argumentative text procedures in pre-academic papers (VWAs)
Verfasser/ VerfasserinKalcher, Nadine
Begutachter / BegutachterinSchmölzer-Eibinger, Sabine
ErschienenGraz, 2017
Umfang137 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Reifeprüfung / Vorwissenschaftliche Arbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-114263 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Argumentative Textprozeduren in Vorwissenschaftlichen Arbeiten [1.59 mb]
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Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Mit dem Schuljahr 2014/15 wurde in Österreich die Vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) im Rahmen der AHS-Matura als verpflichtend zu verfassende Abschlussarbeit eingeführt. Sie stellt eine von drei Teilprüfungen dar und wird als Nachweis über die Studierfähigkeit der Maturant/inn/en angesehen. Um die Anforderungen an diese Arbeit, die sich an jenen wissenschaftlicher Expert/inn/entexte orientieren, zu erfüllen, müssen die Schüler/innen die Regeln des wissenschaftlichen Schreibens berücksichtigen, welche an die Realisierung wissenschaftlicher Textprozeduren rückgebunden werden können. Da das Argumentieren als dialogisch fundierte Sprachhandlung in wissenschaftlichen Texten eine prominente Rolle einnimmt, wurden für die vorliegende Arbeit zwölf VWAs auf die Realisierung von Textprozeduren des wissenschaftlichen Argumentierens hin analysiert und die Domänentypik der dazu verwendeten Ausdrücke überprüft. Als Grundlage dafür dienten das Entwicklungsmodell zum wissenschaftlichen Schreiben Steinhoffs (2007) sowie das Textprozedurenmodell Feilkes (2014). Es stellte sich heraus, dass die Schüler/innen fünf domänentypische Handlungsschemata des wissenschaftlichen Argumentierens Systematisieren von Positionen, Positionieren, Konzedieren, Bestätigendes Integrieren und Begründen und Schließen in ihren Texten realisieren, dies allerdings über verschiedene nicht sämtlich domänentypische Subhandlungsschemata. Beim Formulieren orientieren sich die Schüler/innen hauptsächlich an umgangssprachlichen Ausdrücken oder jenen, die für die argumentativen Textsorten der schriftlichen Reifeprüfung aus Deutsch typisch sind. Es sind aber auch, besonders die Handlungsschemata des Systematisierens, Positionierens und Konzedierens betreffend, Lernerformen domänentypischer Ausdrücke zu verorten. Die Anforderungen an eine VWA werden damit in den untersuchten Arbeiten nicht gänzlich erfüllt.

Zusammenfassung (Englisch)

With the beginning of the school year 2014/15 a pre-academic paper (i.e. Vorwissenschaftliche Arbeit, abbreviated as VWA) was introduced as an obligatory part of A-levels (i.e. AHS-Matura) in Austrian schools. It is one of three parts of the exam and allows graduates to follow a degree at university. In order to fulfil the requirements for this paper that orients itself towards those of academic experts, students need to consider the rules of scientific writing which are bound back to the realisation of academic text procedures. Since the ability to argue plays a prominent role in the dialogically grounded language action of academic texts, this thesis will analyse twelve VWAs in terms of realisation of text procedures of academic argumentation; it will also test the domain type of the expressions used. The basis for this analysis was provided by the development model of scientific writing by Steinhoff (2007) and the text procedure model by Feilke (2014). Results show that students use five domain typical action schemata of academic argumentation systemising of positions, positioning, conceding, confirmative integrating and reasoning and closing in their texts. They do this, however, by using various non-domain typical sub action schemata. When phrasing, students orient themselves mainly towards colloquial expressions or expressions that are typical for argumentative text types used in the written A-levels exam (i.e. Reifeprüfung/Matura) in German. Additionally, forms of domain typical expressions in terms of action schemata of systemising, positioning and conceding can be found. Hence, the requirements for a VWA cannot be fulfilled entirely in the analysed papers.

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