Titelaufnahme

Titel
Die Effekte verschiedener Arten von Bewegungsinterventionen auf die Konzentrationsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe 1 / vorgelegt von Gernot Radaschitz
Weitere Titel
Die Effekte verschiedener Arten von Bewegungsinterventionen auf die Konzentrationsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe eins
The effects of different types of movement interventions on the concentration capacity of secondary school pupils
Verfasser/ VerfasserinRadaschitz, Gernot
Begutachter / BegutachterinTilp, Markus
ErschienenGraz, 2017
Umfang81 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Unterricht / Sportliche Bewegung / Konzentrationsfähigkeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-114136 Persistent Identifier (URN)
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Die Effekte verschiedener Arten von Bewegungsinterventionen auf die Konzentrationsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe 1 [2.68 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Obwohl die gesundheitsschädigenden Folgen weithin bekannt sind, herrscht bei österreichischen Kindern und Jugendlichen ein eklatanter Bewegungsmangel. Durch die zunehmende Mediatisierung und Motorisierung in den letzten Jahrzehnten, wird der natürliche Bewegungsdrang von Schülerinnen und Schülern oft unterdrückt. Auch die Institution Schule trägt durch zu viel Zeit, die im Sitzen verbracht wird, das Ihrige dazu bei. Neben den physischen Folgeerscheinungen klagen Lehrerinnen und Lehrer auch immer mehr über zunehmende Unkonzentriertheit ihrer Schülerinnen und Schüler. Es gibt zahlreiche Studien, die den positiven Zusammenhang von körperlicher Aktivität auf die Konzentrationsfähigkeit bestätigen. Doch welche Art von Bewegung sich speziell bei Jugendlichen positiv auswirkt, ist weitestgehend ungeklärt. In der vorliegenden Arbeit wurde eine Querschnittstudie an einer Neuen Mittelschule im ländlichen Bereich durchgeführt. 90 Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 14 Jahren absolvierten ein einmaliges, halbstündliches Trainingsprogramm mit Schwerpunkten auf Ausdauer, Kraft oder Koordination. Vor und nach der Intervention wurde eine Überprüfung der Konzentrationsfähigkeit mittels des Aufmerksamkeits- und Konzentrationstests d2-R durchgeführt. Gegenüber der Kontrollgruppe, die keiner Intervention ausgesetzt wurde, verbesserten sich die Schülerinnen und Schüler mit koordinativem Schwerpunkt signifikant in allen Altersklassen. In den Bereichen Kraft und Ausdauer konnte jedoch kein positiver Zusammenhang nachgewiesen werden. Weiters gab es bei der Konzentrationsleistung signifikant bessere Leistungen der Mädchen gegenüber den Burschen. Die Ergebnisse vorangegangener Studien wurden somit nur zum Teil bestätigt. Zwar zeigte sich nach koordinativen Übungen ein deutlicher positiver Effekt, allerdings war dieser nach einer aeroben Ausdauerbelastung, im Gegensatz zu anderen Studien, nicht zu erkennen. Es bedarf daher noch weiterer Forschung auf diesem Gebiet, um ein besseres Verständnis des Zusammenhangs von sportlicher Aktivität und der Konzentrationsleistung zu erhalten.

Zusammenfassung (Englisch)

Despite common knowledge about the ill-effects that lack of exercise has on general health, there is a striking reluctance to move physically among Austrian children and adolescents. Increases in media consumption and motorized transportation in the last decades are often responsible for the suppression of pupils natural movement impulse. Schools aggravate this problem as they require students to spend too much time sitting. In addition to physical sequelae, teachers also increasingly complain about the decreasing levels of concentration in their pupils. Numerous studies confirm the positive correlation between physical activity and the ability to concentrate; yet, what kind of activity has positive effects on adolescents is largely unclear. At the center of this thesis is a cross-sectional study that was carried out at a secondary school in rural Austria. 90 pupils between 10 and 14 years of age completed a half-hour training program that focused on endurance, strength or coordination. Before and after the exercise, the attention and concentration test d2-R was used to check the students ability to concentrate. Compared to the control group, which was not subjected to exercise, the pupils with a coordinative focus improved significantly in all age groups. In the areas of strength and endurance, no positive effect on concentration could be found. Furthermore, the girls performance in the concentration test was significantly better compared to the boys performance. The results of previous studies were therefore only partly confirmed. A positive effect of coordination exercises was clearly observable; as opposed to other studies, however, such an effect could not be reproduced after aerobic endurance training. Further research is needed in this area to gain a better understanding of the link between athletic activity and concentration.