Titelaufnahme

Titel
Professionalisierungsprozesse im Handlungsfeld Mediation : eine soziologische Betrachtung der „Lehrlingsmediation“ / Katherina Schuchlenz
Weitere Titel
Professionalization in the field of mediation : a sociological examination of mediation in apprenticeships
Verfasser/ VerfasserinSchuchlenz, Katherina
Begutachter / BegutachterinScherke, Katharina
ErschienenGraz, April 2017
Umfang118 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Diagramm
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Mediation / Berufsfeld
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-113972 Persistent Identifier (URN)
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Professionalisierungsprozesse im Handlungsfeld Mediation [1.78 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Interesse an der außergerichtlichen Konfliktlösungsmethode Mediation ist in den letzten Jahren gestiegen. Die vorliegende Arbeit behandelt daher die Frage, ob Mediation sich in einem Prozess der Professionalisierung befindet bzw. ob sie bereits eine Profession ist. Dabei werden professionssoziologische Theorien betrachtet und mit dem Handlungsfeld (Lehrlings-)Mediation in Zusammenhang gebracht. Die theoretischen Perspektiven bieten Ansätze zur Definition von Professionen und basieren vorwiegend auf der Systemtheorie Rudolf Stichwehs, der symbolischinteraktionistischen Theorie Fritz Schützes und dem indikatorischen Merkmalsansatz. Die professionssoziologischen Ansätze Stichwehs und Schützes präzisieren die Logik professionellen Handelns, während der indikatorische Ansatz professionsspezifische Kennzeichen betont. Weiters wird in dieser Arbeit das Berufsfeld Mediation und im Speziellen Lehrlingsmediation anhand einer qualitativen empirischen Studie mit (Lehrlings-)MediatorInnen aus den Bundesländern Steiermark und Kärnten untersucht. Die zwölf interviewten ExpertInnen wurden über die Praxis ihres Berufshandelns befragt. Aus diesen Daten wurden Aspekte der Professionalisierung von (Lehrlings-)Mediation abgeleitet. Die Ergebnisse legen nahe, dass sich (Lehrlings-)Mediation auf Grund der organisationalen Entwicklung und institutionellen Verankerung in einem Prozess der Professionalisierung befindet. Zudem konnte aber auch gezeigt werden, dass einige Strukturmerkmale von Professionalisierung nach dem indikatorischen Ansatz nicht eindeutig erfüllt werden und Paradoxien in der Handlungspraxis der (Lehrlings-)Mediation noch vertiefter reflexiver Bearbeitung durch MediatorInnen bedürfen. Anhand dieser Analyse kann daher der Schluss gezogen werden, dass mediatorische Tätigkeit noch nicht als Profession definiert und daher als noch professionalisierungsbedürftig angesehen werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

Conflict resolution through mediation: A sociological examination of mediation processes in apprenticeships