Titelaufnahme

Titel
Slowenische Translatoren treffen auf Asklepios. Die Übersetzungen des Reichsgesetzblattes ins Slowenische am Beispiel der Gesetzestexte über die pharmazeutische Berufs- und Hochschulbildung im Zeitraum von 1848 bis 1918.
Weitere Titel
Slovenian Translators Meet Asklepios. Slovenian translations of legal texts in the field of pharmaceutical vocational and post secondary training from the Imperial Legal Gazette between 1849 and 1918.
Verfasser/ VerfasserinNuc, Aleksandra
Begutachter / BegutachterinPrunc, Erich ; Wolf, Michaela
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Dissertation, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-113651 Persistent Identifier (URN)
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Slowenische Translatoren treffen auf Asklepios. Die Übersetzungen des Reichsgesetzblattes ins Slowenische am Beispiel der Gesetzestexte über die pharmazeutische Berufs- und Hochschulbildung im Zeitraum von 1848 bis 1918. [5.4 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das offizielle Veröffentlichungsblatt der gesamtstaatlichen Gesetzgebung der Habsburgermonarchie im Zeitraum von 1848 bis 1918, das Reichsgesetzblatt (RGBl.), wurde aus der deutschen Originalfassung in zehn weitere Sprachen des Vielvölkerstaates, darunter auch die slowenische Sprache, übersetzt. Da die slowenische Sprache zu Beginn dieses Zeitraumes noch nicht normiert und weder als eine Verkehrs-, Amts- noch Bildungssprache etabliert war, stellte dieses Übersetzungsprojekt für die Translatoren bzw. Redakteure der slowenischen Ausgabe des RGBl., Matej Cigale, Karel Štrekelj und Fran Vidic, eine große Herausforderung dar. In der Dissertation wurde am Beispiel der Gesetzestexte zur pharmazeutischen Berufs- und Hochschulausbildung die zentrale Forschungsfrage untersucht, in welchem Maße die Übersetzungen einen Einfluss auf die Standardisierung der slowenischen Sprache hatten. Als methodische Rahmung wurde das hermeneutische Modell von Radegundis Stolze eingesetzt, das mit seinen vier rezeptions- und fünf textbezogenen Orientierungsfeldern eine „holistische“ Reflexion der Ausgangs- und Zieltexte ermöglicht.Eine zentrale Erkenntnis im Rahmen der forschungsleitenden Frage konnte im Bereich der in den slowenischen Translaten geprägten Neologismen gewonnen werden. Von den insgesamt 84 kumulativ bei allen drei Redakteuren behandelten AT-Termini wurden 34 Neologismen (40,5 %) geprägt. Davon gingen 13 (38,3 %) in den Sprachgebrauch des 19. Jahrhunderts und 19 (55,9 %) in den heutigen Wortschatz über. Auch auf der syntaktischen Ebene konnte die enorme Bedeutung dieser historischen Periode für den Ausbau der slowenischen Standard- und Fachsprache bewiesen werden. Der ersten Phase, in der eine AT-orientierte Übersetzungsmethode festzustellen ist, folgt eine zielsprachlich-orientierte Übersetzungsmethode, die die rechtliche Verbindlichkeit der Gesetzestexte nicht mindert, jedoch die Verständlichkeit der Gesetzestexte in der slowenischen Sprache wesentlich verbessert.

Zusammenfassung (Englisch)

The Imperial Legal Gazette (RGBl.) was the official journal in which the legislation of the Habsburg Monarchy was published between 1848 and 1918. In addition to the original German, there were ten other editions in the ten most commonly used languages of the multiethnic state, including Slovenian. Because Slovenian was not yet standardized at the beginning of the period, nor was it established as a common and official language or language of instruction, the translation project posed a considerable challenge for the translators and editors of the Slovenian edition of the RGBl., Matej Cigale, Karel Štrekelj and Fran Vidic. Using pharmaceutical vocational and post secondary training as an example, this dissertation aims to establish the extent to which the translations influenced the standardization of Slovenian. The methodological framework comprises Radegundis Stolzes hermeneutical model, whose four fields of text positioning and target text production allow a “holistic” consideration of the source and target texts.The main finding of the study regards the coinage and use of neologisms in Slovenian translations. Of a total of 84 source text terms that were processed by all three editors, 34 (40.5 percent) were neologisms. 13 (38.3 percent) of these were common in 19th century language and 19 (55.9 percent) are still used today. It was found that at the syntactic level, this historical era had a considerable impact on the development of modern standard language and the language of the field. The first stage, in which source text-oriented translation method is established, is followed by a target language-oriented translation method that did not reduce the authenticity of the legal texts; however, it made legal texts in Slovenian considerably more comprehensive.