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Title
Kriminalwissenschaftliche Aspekte der Jugenddelinquenz ca 1880-1927 unter besonderer Berücksichtigung der Grazer Schule der Kriminologie / vorgelegt von Marlene Kager
Additional Titles
Criminological aspects of juvenile delinquency ca 1880-1927 with a focux on the Graz school of criminology
AuthorKager, Marlene
CensorBachhiesl, Christian
PublishedGraz, 2017
DescriptionIV, 97 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Österreich / Jugendkriminalität / Geschichte 1880-1927
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-113485 Persistent Identifier (URN)
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Kriminalwissenschaftliche Aspekte der Jugenddelinquenz ca 1880-1927 unter besonderer Berücksichtigung der Grazer Schule der Kriminologie [0.91 mb]
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Abstract (German)

Seit jeher wird der Forschungsfrage nachgegangen, durch welche Ursachen Jugendliche dazu veranlasst werden, ein Verbrechen zu begehen. Diese Diplomarbeit befasst sich mit den unterschiedlichen Zugängen der damaligen Wissenschaft zu den diversen Aspekten der Jugenddelinquenz. Der behandelte Zeitraum reicht von den Anfängen der Kriminologie 1880 bis zu den Entwürfen der Strafrechtsreform im Jahr 1927. Besonderer Schwerpunkt ist zudem die „Grazer Schule der Kriminologie“ mit den Kriminologen Hans Gross, Ernst Seelig und dem Juristen Adolf Lenz. Die Ursachen der Jugenddelinquenz wurden zunächst in endogenen Faktoren gesucht. Von der These des „geborenen Verbrechers“ ging die Wissenschaft jedoch recht bald ab und beschäftigte sich in weiterer Folge auch mit möglichen exogenen Verbrechensursachen. Hiermit inbegriffen waren die Einflüsse der Schundliteratur, sowie der Kinovorstellungen, aber auch die zur damaligen Zeit vorherrschenden prekären wirtschaftlichen (Wohn-)Verhältnisse. Auch die unterschiedliche Milieuwirkung der Stadt, beziehungsweise der ländlichen Umgebung auf Jugendliche wurde in diesem Zusammenhang untersucht. In Bezug auf die begangenen Delikte wurde die Jugendzeit vor allem mit Verbrechen aus dem Motiv des „Heimwehs“, hier besonders der Brandstiftung und mit Sittlichkeitsverbrechen in Verbindung gebracht. Auch die Frage, inwieweit Jugendliche und Kinder einer gesonderten Behandlung in der Vernehmung als Zeugen oder Beschuldigte unterzogen werden sollten, war durchaus bereits Thema in den wissenschaftlichen Diskursen.

Abstract (English)

Ever since the beginning of criminal sciences, the research question about the initial cause for juvenile delinquency has been rised. This diploma thesis is dealing with the various approaches to this topic of the science at that time. The covered period extends from the beginnings of criminology 1880 until to the first drafts of the penal reform 1927. Particular emphasis will be placed on the “Graz School of Criminology”, consisting of the criminologists Hans Gross, Ernst Seelig and the lawyer Adolf Lenz. The causes of juvenile delinquency were initially explained by endogenous factors within the criminal individual. The proposition of the “born criminal” was relatively soon revoked and exogenous causes, such as influences of pulp literature, the cinema, as well as precarious employment and living conditions at that time, were considered of causing juvenile delinquency. The different influences of urban and rural environments on the youth was part of the scientific studies as well. Juvenile criminals were associated especially with crimes motivated by homesickness and nostalgia, particularly acts of arsons as well as sexual offenses. It was then recognized that adolescents and children in the position as witness or the defendant need to be handled differently than their grown-up colleagues.

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