Titelaufnahme

Titel
Humes Theorie der personalen Identität in der Gegenwartsdiskussion
Weitere Titel
Humes theory of personal identity in the modern scholarly debate
Verfasser/ VerfasserinTscheschner, Sebastian
Begutachter / BegutachterinThiel, Udo
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-113346 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Humes Theorie der personalen Identität in der Gegenwartsdiskussion [0.38 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Wenn wir uns dem Begriff der personalen Identität nähern, so kommen wir unweigerlich mit einigen der berühmtesten und einflussreichsten Personen in der Geschichte der Philosophie in Kontakt, unter anderem auch David Hume. Hume selbst scheint sich über viele Jahre hinweg mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben, denn neben dem Hauptkapitel „Of personal identity“ im ersten Buch des „Treatise of human nature“, finden sich auch im zweiten Buch des „Treatise“ Stellen, wo Hume auf das Konzept einer personalen Identität zurückgreift. Zudem veröffentlichte Hume 1740 neben dem dritten Buch des „Treatise“ auch noch den sogenannten „Appendix“ zum ersten Buch, worin Hume seine Position zum Thema personale Identität noch einmal überdenkt und auf Fehler in seiner Argumentation zu sprechen kommt. Diese Dreierkonstellation bildet gewissermaßen die Grundlage dieser Arbeit und ist der Dreh- und Angelpunkt weiterer Diskussionen. Im Laufe der Zeit haben sich unterschiedliche Interpreten an diesen Quellen versucht und sind jeweils zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Möchte man die Interpreten in Gruppen unterteilen so sind auf der einen Seite die sogenannten „New Humeans“ zu nennen und auf der anderen die sogenannten „Old Humeans“. Für die „New Humeans“ nimmt Galen Strawson exemplarisch Bezug, welcher Humes Appendix als eine Revision des gesamten philosophischen Systems sieht. Dem gegenüber steht Donald C. Ainslie, welcher exemplarisch den „Old Humeans“ zuzuordnen ist und die Ansicht vertritt, dass der Appendix bei Hume ein sogenanntes „Problem of Detail“ widerspiegelt, d.h. ein sehr spezifisches Problem bei Humes Konzept von personaler Identität behandelt. Zu guter Letzt soll noch eine Position besprochen werden, welche Hume als einen Vertreter der sogenannten „No-Self Theory of personal Identity“ behandelt, welche davon ausgeht, dass Hume jegliche Form von Selbst und Identität negiert.

Zusammenfassung (Englisch)

If we are going to talk about personal identity, we will nevertheless stumble upon multiple famous philosophers, who studied this exceptional phenomenon. One of those philosophers is David Hume, who finalized his thoughts in his first book, the “Treatise of Human Nature”. In the Treatise there are numerous accounts, where Hume talks about personal identity. Foremost the chapter “Of personal identity” in the first book of the Treatise contains the main thoughts of Hume on this subject. But also in the second book of the Treatise, we can find numerous accounts, where Hume relies on a specific notion of personal identity. Thirdly he also addresses the issue in the so called “Appendix”, a chapter he published alongside the third book in 1740. In the “Appendix” Hume revises his position regarding personal identity and talks about errors and false assumptions he made in “Of personal identity”. These sources of Hume are the very basis of this work and serves as an anchor for further discussions regarding the subject. There are numerous different interpretations of Humes work, and all of those come to a different conclusion. If we were to divide the numerous interpretations in two distinct groups, we would end up with the so called “New Humeans” on the one side and the so called “Old Humeans” on the other. The “New Humeans”, represented by Galen Strawson, read the Appendix as a critique on Humes philosophy itself. The Appendix then not only threatens Humes account on personal identity, but rather his whole philosophical project. The “Old Humeans” on the other hand regard the Appendix as a critique on a specific problem in Humes philosophy, namely his account on personal identity. Lastly there is another interpretation which is to be discussed in this paper, which sees Hume as a member of the so called “No Self theory of personal identity”, wherein Hume negates the self and identity entirely.