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Title
Die Bedeutung von sozialen Vergleichen für "Stereotype Threat" mit besonderer Betrachtung des Leistungsaspektes bei Frauen im Kontext räumlich-visuellen Denkvermögens / Manuela Lienbacher
Additional Titles
The impact of social comparisons on "stereotype threat" with a special focus on women's performance in mental rotation tasks
AuthorLienbacher, Manuela
CensorAthenstaedt, Ursula
PublishedGraz, 2017
Description106 Blätter : Illustrationen
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Stereotypisierung / Sozialer Vergleichsprozess
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-113221 Persistent Identifier (URN)
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Die Bedeutung von sozialen Vergleichen für "Stereotype Threat" mit besonderer Betrachtung des Leistungsaspektes bei Frauen im Kontext räumlich-visuellen Denkvermögens [3.01 mb]
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Abstract (German)

In der vorliegenden Studie sollte anhand eines für Frauen negativ stereotypisierten Leistungskontextes „Stereotype Threat“ hervorgerufen und dessen Effekt durch verschiedene Vergleichsstandards manipuliert werden. „Stereotype Threat“ beschreibt die Befürchtung ein bestehendes Stereotyp zur sozialen Eigengruppe durch die eigene Leistung in der stereotypisierten Domäne zu bestätigen, wodurch leistungsmindernde Effekte hervorgebracht werden. Anhand von sozialen Vergleichsprozessen kann jedoch beeinflusst werden, wie wir uns selbst und unsere Fähigkeiten einschätzen. Dem „Selective Accessibility Model“ zufolge, kommt es auf Basis der wahrgenommenen Ähnlichkeit zwischen Selbst und Vergleichsstandard und der daraus hervorgehenden selektiven Zugänglichkeit selbstbezogener Informationen, entweder zu Assimilations- oder Kontrastprozessen. Dementsprechend wurde eine Vergleichssituation hergestellt, in der das Geschlecht und der Geburtstag des Vergleichsstandards manipuliert wurden. Es wurde vermutet, dass Frauen bessere Testleistungen zeigen, wenn ihnen eine kompetente Frau als Vergleichsstandard präsentiert wird, da sie der Eigengruppe angehört und Assimilationsprozesse fördert. Schlechtere Testleistungen wurden bei Frauen erwartet, denen ein kompetenter männlicher Vergleichsstandard präsentiert wird, weil er der Fremdgruppe angehört und Kontrastprozesse fördert. Anhand desselben Geburtstages zwischen Testperson und Vergleichsstandard, wurden bessere Testleistungen durch Assimilationstendenzen angenommen. Hierfür wurden 173 Frauen randomisiert in eine von vier Bedingungen zugeteilt. Die Ergebnisse bestätigten, dass Frauen bei Präsentation eines weiblichen Vergleichsstandards, mediiert durch die wahrgenommene Ähnlichkeit, bessere Testleistungen aufwiesen. Keine Leistungsunterschiede zeigten sich durch die Manipulation des Geburtstages. Die Wirkung positiver Rollenmodelle impliziert wichtige Schlussfolgerungen für bildungspolitische und pädagogische Maßnahmen.

Abstract (English)

While there exists a lot of research concerning „stereotype threat“ and its decrementing effects on test performance, there is little knowledge about how these effects can be manipulated via social comparisons. It is therefore the aim of the current study to answer this question, focusing on women within the negatively stereotyped domain of mental rotation. “Stereotype threat” describes the concern about confirming a negative stereotype of ones social ingroup by the own test performance which, indeed, provokes performance decrements. However, social comparisons can influence the way we judge ourselves. According to the “Selective Accessibility Model” individuals either assimilate to or contrast from a high comparison standard depending on the perceived similarity between the self and the standard which goes along with selective accessibility of self-knowledge. We therefore created a social comparison situation by manipulating sex and birthday of the comparison standard. We assumed that women show better test performances being confronted with a female standard of high competence, because it belongs to an ingroup and, therefore, encourages assimilation processes. In contrast, we expected lower test performances for women who were confronted with a male comparison standard of high competence, because it belongs to an outgroup which encourages contrast processes. By creating the same birthday between participants and standard, we assumed assimilation processes and further expected higher test performances. In order to test these hypotheses, we conducted an experimental study including 173 female participants. Results revealed better test performances for women who were confronted with a female standard, mediated by perceived similarity. We found no effects concerning the same birthday condition. We propose that the study provides important implications for educational strategies, as positive role models indeed improve test performance of stereotyped individuals.

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