Titelaufnahme

Titel
Elizabeth I. von England: Zur Selbstdarstellung in ihren Parlamentsreden der 1580er-Jahre
Weitere Titel
Elizabeth I of England: About the self-representation in her parliamentary speeches in the 1580s
Verfasser/ VerfasserinMarx, Lisa
Begutachter / BegutachterinRaffler, Marliese
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-113175 Persistent Identifier (URN)
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Elizabeth I. von England: Zur Selbstdarstellung in ihren Parlamentsreden der 1580er-Jahre [1.43 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Während ihrer Regierungszeit entwickelte Elizabeth I. einen regelrechten Kult um sich selbst. Dabei machte sie sich das große Interesse an ihrer Person zu eigen. Sie entwickelte Strategien der Selbstdarstellung, um ihre Macht und Autorität zu sichern und sich der Öffentlichkeit gegenüber als ideale Herrscherin zu präsentieren. Diese Arbeit stellt die Frage, wie diese Selbstdarstellung aussah und welche Strategien Elizabeth entwickelte, um sich selbst als englische Königin zu inszenieren. Diese Strategien standen dabei stets in engem Zusammenhang mit Elizabeth als Frau, eine Tatsache, die ihre Herrschaft vor einige Probleme stellte. So war eine weibliche Thronfolge im England des 16. Jahrhunderts zwar möglich, üblich und erwünscht war sie hingegen nicht. Auch blieb Elizabeth eine ledige Monarchin, die weder ihre Macht mit einem Gatten teilte, noch das Königreich mit einem männlichen Erben versorgte. Gerade in politisch schwierigen Situationen war Elizabeth daher bemüht zu zeigen, dass sie als alleinstehende Herrscherin sowohl das Recht als auch die Fähigkeit zu herrschen besaß. Um dies zu veranschaulichen, wurden für die Analyse drei Parlamentsreden aus den 1580er-Jahren, in denen es zu innen- und außenpolitischen Unruhen kam, ausgewählt. Elizabeth war zum einen mit Rufen nach einer Reform des englischen Protestantismus konfrontiert; zum anderen stieg (personifiziert durch Mary Stuart) die Gefahr aus dem katholischen Ausland. Beide Umstände führten zur Einberufung des Parlaments, auf welchem Elizabeths Reden gehalten wurden. Durch deren Veröffentlichung wurden diese auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Im Text erscheint Elizabeths intendierte Selbstdarstellung geradezu komprimiert ihr Herrschaftsverständnis und in Hinblick auf Mary Stuart ihre vorgebliche clementia abbilden. Die Reden belegen, wie Elizabeth von Dritten wahrgenommen werden wollte und welche Mittel ihr zur Erfüllung dieses Zwecks zur Verfügung standen.

Zusammenfassung (Englisch)

In over 40 years on the throne Elizabeth I developed a proper cult around her that embraced the fascination around her person. She designed different strategies to present herself, all with the goal of shaping her as powerful and ideal monarch. This diploma thesis shows how exactly Elizabeths self-representation as the Queen of England worked and which strategies she developed for her self-fashioning. These strategies were always closely related to her being a woman, which posed a problem throughout her entire reign. Although a female succession was technically possible during the 16th century in England, it was neither common nor desired. Whats more, Elizabeth was also an unmarried female monarch that didnt share her power with a husband or provided England with a male heir. Especially in politically difficult situations Elizabeth was anxious to appear as a strong ruler that had the right and the ability to rule alone. To illustrate this, three of her parliamentary speeches of the 1580s, which were an unstable and troubled time, were chosen for the analysis. During this time Elizabeth was on the one hand confronted with the wish for religious reforms; on the other hand the catholic threat from abroad (personified by Mary Stuart) increased. Both events lead to the convening of the parliament, where Elizabeth held her expressive speeches. The speeches were available to a large public, as they have been published in England and abroad. The speeches seem to show the whole of Elizabeths intended self-representation, her concept of sovereignty and her in respect of Mary Stuart feigned clemetia, in just those three texts. They also prove how Elizabeth wanted to bee seen by others and which resources she had to achieve this goal.