Bibliographic Metadata

Title
Rassismus im Amateurfußball : eine qualitative Studie / vorgelegt von Paul Jury
Additional Titles
Racism in amateur football : a qualitative study
AuthorJury, Paul
CensorPaletta, Andrea
PublishedGraz, Mai 2017
Description85 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Österreich / Amateurfußball / Rassismus
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-113149 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
Files
Rassismus im Amateurfußball [1.04 mb]
Links
Reference
Classification
Abstract (German)

Die vorliegende Diplomarbeit behandelt die Fragestellung, ob und inwiefern sich Rassismus im österreichischen Amateurfußball manifestiert und wie dieses Problem von aktiv Tätigen wahrgenommen wird.Da Rassismus in der Gesellschaft im Allgemeinen aber auch im sehr breitenwirksamen Fuß-ballsport trotz vielzähliger Bemühungen immer wieder Einzug hält, soll in dieser Arbeit die persönliche und individuelle Sicht vermeintlich Betroffener dargestellt werden, um eine Sensibilisierung für dieses Thema zu forcieren.Zur Erfassung der Daten wurden Leitfadeninterviews mit neun Amateurfußballern mit interkulturellen Wurzeln durchgeführt. Um mögliche Unterschiede zu erfassen, wurden jeweils drei Fußballer mit Herkunft aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus Afrika sowie aus der Türkei interviewt. Die Interviews wurden mit einem digitalen Aufnahmegerät aufgenommen und anschließend transkribiert.Die Ergebnisse der gewonnenen Daten ergaben, dass Rassismus laut den Befragten im österreichischen Amateurfußball vorhanden ist. Jeder der Befragten gab an, bereits in Kon-takt damit gekommen zu sein, wobei sich die Intensität und Häufigkeit unter den Befragten deutlich unterschied. Es zeigte sich, dass speziell jene Spieler mit afrikanischer Herkunft bedeutend Drastischeres erlebt hatten und sie häufiger mit rassistischen Vorfällen konfrontiert waren, als die Befragten türkischer und ehemals jugoslawischer Herkunft, deren Großteil bisher deutlich geringere Erfahrungen mit Rassismus aufweisen konnte.Ausgangspunkt meist verbaler rassistischer Entgleisungen sind nach Angaben aller Befragten hauptsächlich die Zuseher, doch auch von Gegenspielern und äußerst selten auch von Mitspielern gäbe es Äußerungen mit rassistischer Färbung. Letzten Endes bildet der Verein und speziell die Mannschaft aber für alle einen Rückhalt, der sie in Situationen, in denen sie mit rassistischen Anfeindungen zu kämpfen haben, auffängt und ihnen wieder Stärke und Selbstvertrauen verleiht, um damit fertig zu werden.Vor allem die Einschätzung einiger arrivierter Spieler, die der Meinung sind, dass sich der Rassismus im österreichischen Amateurfußball zurückgebildet hat, zeugt von einer empfundenen Veränderung, was den Rassismus im Fußball betrifft. Vor allem weisen aktive Spieler heutzutage ein anderes Verständnis für fremde Menschen und Kulturen auf, als es noch vor Jahrzehnten der Fall war.Dies zeigt, dass die unermüdlichen Bemühungen diverser Vereine und Verbände in den letzten Jahren im Kampf gegen den Rassismus auf fruchtbaren Boden stoßen.

Abstract (English)

The present diploma thesis is about whether and how there is racism in the Austrian amateur football und how it is experienced by active players.It is necessary to illustrate the personal view of the individuals under discrimination because racism is a part of the society in general but also of the popular sport of football despite many efforts against it.For the recording of the data a guided interview was conducted with nine amateur football players with intercultural roots. To capture possible differences, three footballers with origin in the former Yugoslavia, in Africa and in Turkey were interviewed, respectively.The results of the research show, that there is racism in the Austrian amateur football ac-cording to the interviewed people. Every informant specified that he has already had contact with racism, although there are differences in the intensity and the frequency. African players have especially experienced more frequent and drastic incidents than other races.The starting point of most of the verbal hostilities are mainly the spectators, but also opponents and very seldomly teammates utter racial comments.The club and especially the team form a support in situations in which the interviewed persons have to handle racist attacks.Some of the established players talked about a decrease of racism in the Austrian amateur football, because the participating people have other opinions of foreign people and cultures then decades before.This shows that the fight against racism from clubs and associations in the last years celebrates small success.

Stats
The PDF-Document has been downloaded 67 times.