Titelaufnahme

Titel
Sexualdelikte im Spiegel der Kriminalwissenschaft um 1900 unter besonderer Berücksichtigug der Grazer Schule der Kriminologie / vorgelegt von Andreas Kosz
Weitere Titel
Sexual offenses reflected in criminal science around the year 1900 under special consideration of the Graz School of Criminology
Verfasser/ VerfasserinKosz, Andreas
Begutachter / BegutachterinBachhiesl, Christian
ErschienenGraz, 2017
Umfang102 Blätter ; Zusammenfassungen (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Sexualdelikt / Kriminologie / Geschichte 1900
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-112992 Persistent Identifier (URN)
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Sexualdelikte im Spiegel der Kriminalwissenschaft um 1900 unter besonderer Berücksichtigug der Grazer Schule der Kriminologie [1.93 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Fortpflanzung des Menschen wird durch einen Naturtrieb garantiert, der übermächtig nach Befriedigung verlangt. Das Geschlechtsleben kann Quelle alles Schönen und Erhabenen sein, doch lauert darin auch die Gefahr, dass es zur unkontrollierbaren Leidenschaft ausartet und das größte Laster bildet. Mit diesem Laster sind Abweichungen des Geschlechtstriebs gemeint, die in Sexualdelikten resultieren. Doch wer ist zur Begehung von Sexualdelikten fähig? Welche Ursachen haben diese und wie kann man sie verhindern? Mit derartigen Fragen beschäftigten sich die Kriminologen um 1900 und suchten nach Antworten, um die Gesellschaft vor Verbrechen zu beschützen. Diese Arbeit bietet also Einblicke in die verschiedenen Zugänge der Kriminalwissenschaft zu Delikten mit sexueller Färbung um 1900. Vor allem jene Straftaten, die sich gegen die Sittlichkeit und Geschlechtssphäre richten, bedürfen neben der allgemeinen kriminalpsychologischen Aufarbeitung einer genaueren Analyse des Sexualtriebes, da diese Delikte ihre eigene Anthropologie, Psychologie, Psychopathologie und Ethik aufweisen. Der erste Teil dieser Arbeit widmet sich den Ursachen von Sexualdelikten und den unterschiedlichen Ansichten der Kriminologen. Des Weiteren werden einzelne ausgewählte Sexualdelikte nach dem Straftatbestand um 1900 gegliedert, juristisch erklärt und kriminologisch von vielen Seiten beleuchtet. Der Zweite Teil bezieht sich auf die Grazer Schule der Kriminologie und deren wissenschaftliche Herangehensweise an Sexualdelikte. Ein Großteil der darin vorkommenden Literatur stammt aus dem „Archiv für Kriminal-Anthropologie und Kriminalistik“. Neben damals aktuellen Diskussionen, Artikeln und Aufsätzen über Sexualdelikte, findet man auch eine umfangreiche Kasuistik. Am Ende der Arbeit erfolgt ein Resümee der gewonnenen Erkenntnisse und ein Schlusswort.

Zusammenfassung (Englisch)

Humanitys reproduction is guaranteed by an instinct which is superior in its need for satisfaction. Sexual life can be the source of all that is beautiful and sublime, but it also carries the danger to degenerate to an incontrollable passion and to constitute the biggest vice. The biggest vice means irregularities of the sexual drive, which result in sex offenses. But who is able to commit sexual offenses? Questions like this have bothered criminologists around 1900 and they were looking for answers to protect society from crime. This work offers insights to the various approaches of criminal science to sexual offenses around 1900. Its mainly the offenses against morality and sexual self-determination which, next to a criminal-psychological reprocessing, deserve a closer look at sexual drive, because these defenses show their own anthropology, psychology, psycho-pathology and ethic. The first part of this work is about the causes of sexual offenses and about different views of criminologists. Furthermore there is an outline of certain selected sexual offenses according to the statutory offense of 1900. These offenses are explained legally and criminologically in various ways. The second part focuses on the “Grazer Schule” of criminology and its scientific approach to sexual offenses. The majority of the used literature is from the “Archiv für Kriminal-Anthropology und Kriminalistik”. Besides discussions, articles and papers of that time one can find comprehensive case presentations. The work concludes with a résumé of the findings and a peroration.