Bibliographic Metadata

Title
Gender und natürlichen Ressourcen in der Massai-Steppe : Frauen - die „naturgemäß“ Unterdrückten im Ressourcendruck? / Sabrina Richter-Koleznik, BSc
Additional Titles
Gender and natural resources in the Maasai steppe : women - the „natural“ opressed of the pressure on resources?
AuthorRichter-Koleznik, Sabrina
CensorSchmidlechner-Lienhart, Karin Maria
PublishedGraz, Mai 2017
Description104 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen, Diagramme
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Massaiebene / Natürliche Ressourcen / Gender Mainstreaming
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-112913 Persistent Identifier (URN)
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Gender und natürlichen Ressourcen in der Massai-Steppe [2.63 mb]
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Abstract (German)

Diese Masterarbeit bietet einen Überblick über die Zusammenhänge zwischen natürlichen Ressourcen und dem Geschlecht als soziale Kategorie in einem ruralen Gebiet in Tansania. Dabei wird zunächst geklärt, wie feministische, umwelt- und entwicklungspolitische Diskussionsstränge entstanden sind und wie das wechselseitige Verhältnis zwischen „Geschlecht“ und „Natur“ theoretisch zu fassen ist. Da ökologische Gegebenheiten stets mit sozialen, wirtschaftlichen und politischen Differenzierungen, welche entlang der Geschlechtergrenzen verlaufen, verbunden sind, wird in einem multisektoralen Genderprofil der Frage nachgegangen, wie geschlechtergerecht Tansania einzustufen ist. Danach werden die Genderdimensionen in drei ausgewählten natürlichen Wirkungskreisen, nämlich Landwirtschaft & Ernährung, Wasser & Sanitärversorgung sowie Böden & Wälder analysiert. Abschließend werden anhand von empirischen Feldforschungsmethoden in der Massai-Steppe das Umweltverhalten, der Umgang mit bzw. der Zugang zu natürlichen Ressourcen mit Genderidentitäten, geschlechtsspezifischen Einstellungen, Arbeitsteilung und kulturelle Normen in Verbindung gebracht. Umweltveränderungen und menschliche Eingriffe in natürlichen Regelkreise bewirken Phänomene wie Dürren, Überschwemmungen, zerstören Anbauflächen und/oder fördern Desertifikation welche wiederum die Quantität und Qualität von Wasser, landwirtschaftlicher Anbauflächen und Weidegebiete verschlechtert. Die große Herausforderung bleibt aber eine immer größere Anzahl an Menschen muss mit Nahrung und sauberem Wasser versorgt werden. Vor allem die Frauen tragen aufgrund des gesellschaftlichen Rollenverständnisses in der Massai-Steppe die Hauptlast von ökologischen Degradationen und zählen somit zu den Verliererinnen bei Umweltveränderungen.

Abstract (English)

This master thesis provides an overview of the relationships between natural resources and gender as a social category in a rural area in Tanzania. In the process, first of all, it is clarified how feminist, environmental and development policy discussion strands have emerged and how the reciprocal relationship between "gender" and "nature" can be understood theoretically. Ecological conditions are connected with social, economic and political differentiation, which run along gender boundaries. A multisectoral gender profile examines the question about equality among the sexes in Tanzania. The gender dimensions are then analysed in three selected natural effects: agriculture & nutrition, water & sanitation, soils & forests. Finally, empirical field research methods in the Maasai Steppe were used to link the environmental behaviour, the access to natural resources with gender identities, gender-specific attitudes, division of labour and cultural norms. Changes in the environment and human intervention in natural conthttps://online.uni-graz.at/kfu_online/wbAbs.cbSaveSprachVersion?pThesisNr=67433&pOrgNr=&pAutorNr=188862&pPersNr=&pFassungNr=47561rol circuits cause phenomena such as droughts, floods and / or promote desertification, which, in turn, worsens the quantity and quality of water, agricultural cultivation areas and grazing areas. However, the main challenge remains - an increasing number of people need to be supplied with food and clean water. Especially the women bear the main burden of ecological degradation due to the social understanding of roles in the Maasai Steppe, and are therefore among the losers in environmental changes.

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