Titelaufnahme

Titel
Die Verwendung personenbezogener Daten in der Strafverfolgung unter besonderer Berücksichtigung informationstechnischer Ermittlungsmaßnahmen und des Datenschutzes / vorgelegt von Oliver Uragg
Weitere Titel
The use of personal data in the criminal prosecution with particular reference to IT-based investigative measures and data protection
Verfasser/ VerfasserinUragg, Oliver
Begutachter / BegutachterinBergauer, Christian
ErschienenGraz, 2017
UmfangXXIII, 96 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Strafverfahren / Datenschutz
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-112785 Persistent Identifier (URN)
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Die Verwendung personenbezogener Daten in der Strafverfolgung unter besonderer Berücksichtigung informationstechnischer Ermittlungsmaßnahmen und des Datenschutzes [2.37 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Umgang mit Informationen ist für selbstbestimmte Personen sowohl Mittel als auch Bedingung der Persönlichkeitsentfaltung. Eine einzigartige Persönlichkeit bildet sich in und durch Kommunikation, die einen Austausch von Informationen bzw Daten voraussetzt. Diese spielen auch in der Strafverfolgung eine immer bedeutendere Rolle, da sich mit dem technischen Fortschritt und der Digitalisierung die Möglichkeiten, aber auch die Anforderungen an die Sicherheitsbehörden und die Justiz verändern. Von der technischen Möglichkeit ist allerdings stets die rechtliche Zulässigkeit strikt zu trennen. In dieser Diplomarbeit soll daher vor allem dargestellt werden, welche Ermittlungsmaßnahmen der österreichischen StPO mit informationstechnischen Bezug unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Einschränkungen zulässig sind. Da automationsunterstützt verarbeitete Daten eine eigene Dimension hinsichtlich ihrer Schutzwürdigkeit haben, soll das Grundrecht auf Datenschutz iSd § 1 DSG 2000 eine besondere Berücksichtigung finden. Daher wird vorweg als Einstieg in dieses Thema auf grundlegende Definitionen und Fragen des Grundrechts eingegangen. Danach werden allgemeine Regeln der StPO, die für informationstechnische Ermittlungsmaßnahmen von Bedeutung sind, näher erläutert. Im Kern dieser Arbeit werden schließlich Maßnahmen mit Technikeinsatz und damit verbundene Probleme erörtert. ZB wird die Frage aufgegriffen, ob Daten, die ja unkörperlich sind, einer Sicherstellung unterliegen können und ob zu diesem Zweck auch Verschlüsselungen durchbrochen werden dürfen. Wie ist dW zu verfahren, wenn Daten auf einem ausländischen Server gespeichert sind oder diese mit Kommunikationsvorgängen in Verbindung stehen. Zusätzlich wird auf verschiedene Formen der Überwachung und deren Grenzen eingegangen. Von Bedeutung ist zudem die kontrovers diskutierte Frage, ob Online-Zugriffe möglich sein sollen und welche Schritte in diese Richtung der Gesetzgeber bereits setzt.

Zusammenfassung (Englisch)

For self-determinated people the sharing of information is a method as well as a condition of personality development. A unique character develops during and through communication which requires an exchange of data. Due to technical progress and digitalization, the possibilities but also the demands on criminal prosecution increase. However, there must be a strict differentiation between technical possibilities and legal admissibility. This thesis aims at the representation of IT-related investigative measures of the Austrian code of criminal procedure considering preconditions and restrictions. Due to the fact that electronically processed data have their own dimension worthy of protection, the fundamental right of data protection within the meaning of § 1 DSG 2000 is taken into a certain consideration. As a result the introduction is dealing with basic questions and definitions of the fundamental right of data protection. Furthermore, general rules of the Austrian code of criminal procedure with reference to IT-measures are explained. In conclusion technical measures and associated problems are discussed, including the questions if data can be secured legally although they are intangible and if it is allowed to crack codes of encrypted data. What are the possibilities of prosecution services if data are located on foreign servers and which problems arise if there are communication activities involved. Additionally there are different forms of surveillance measures discussed. Because of controversal opinions, there is a depiction of so called "Online-Supervision" and a representation of current plans on the part of the legislator.