Titelaufnahme

Titel
Die rechtlichen Möglichkeiten zur Erfüllung des Kinderwunsches homosexueller Paare durch medizinisch unterstützte Fortpflanzung und Adoption / vorgelegt von Lisa Charlotte Pettauer
Weitere Titel
Access to assisted reproductive technology and adoption for homosexual couples
Verfasser/ VerfasserinPettauer, Lisa Charlotte
Begutachter / BegutachterinHinteregger, Monika
ErschienenGraz, März 2017
UmfangXVI, 73 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Kinderwunsch / Homosexuelles Paar / Recht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-112716 Persistent Identifier (URN)
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Die rechtlichen Möglichkeiten zur Erfüllung des Kinderwunsches homosexueller Paare durch medizinisch unterstützte Fortpflanzung und Adoption [1.13 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Lichte der Rechtsprechung des EGMR und VfGH kam es in den vergangenen Jahren zu einer grundlegenden Umgestaltung des österreichischen Fortpflanzungs-, Abstammungs- und Adoptionsrechts und damit zur Schaffung von verschiedenen Möglichkeiten, homosexuellen Paaren zur Elternschaft zu verhelfen. Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist die Darstellung dieses langwierigen Prozesses der weitgehenden grundrechtlichen Gleichstellung homosexueller Paare in Bezug auf die Erfüllung ihres Kinderwunsches. Der erste Abschnitt der Arbeit hat dabei die Öffnung des Zugangs zur medizinisch unterstützten Fortpflanzung für homosexuelle Frauenpaare und das damit einhergehende FMedRÄG 2015 zum Inhalt. Auch die daraus resultierenden neuen Bestimmungen des Abstammungsrechts im ABGB werden genauer behandelt. Das unangetastete Verbot der Leihmutterschaft führt nach wie vor zum Ausschluss homosexueller Männerpaare von der Fortpflanzungsmedizin. Der zweite Abschnitt der Arbeit umfasst daher mögliche Rechtfertigungsgründe dieses Verbotes sowie die rechtlichen Probleme, die sich vor allem bei ausländischen Leihmutterschaften ergeben. Abschließend wird auf die schrittweise Einschränkung und letztlich Beseitigung der Adoptionsverbote homosexueller Adoptionswerber eingegangen. Das AdRÄG 2013 ermöglichte die Adoption des leiblichen Kindes des eingetragenen Partners oder gleichgeschlechtlichen Lebensgefährten („Stiefkindadoption“). Mit Wirkung ab 1. Jänner 2016 wurden schließlich die gemeinsame Adoption eines fremden Kindes und die Sukzessivadoption eines adoptierten Kindes des Partners zugelassen.

Zusammenfassung (Englisch)

Over the last couple of years, the legal rules concerning same-sex couples and their desire to have children changed a great deal. The thesis at hand analyzes the tedious process of gaining equality in this context. The first chapter addresses the Constitutional Court of Austria's ruling that now grants lesbian couples access to assisted reproductive technologies. Furthermore, the new rules implemented by the reform of the Austrian Reproductive Medicine Law (FMedRÄG 2015), particularly concerning the descent of artificially created children, will be discussed in detail. Even with all those changes though, surrogacy remains illegal, which leads to an exclusion of male same-sex couples from any kind of medically assisted procedures. The Austrian law therefore provides no possibilities for a male homosexual couple to legally become biological parents. This prohibition, its grounds of justification and other legal problems regarding surrogate motherhood, especially when an Austrian couple chooses a foreign surrogate mother abroad, will be demonstrated and looked at in the second chapter. The third and last chapter covers the legal ground rules for homosexuals to adopt a child. In 2013, legislation in Austria permitted one partner to adopt the other partner's biological child (“step-child adoption”). Joint adoptions of unrelated children and successive adoptions of the partner's adopted children both were allowed in 2016.

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