Titelaufnahme

Titel
Ekel und das olfaktorische System: die affektive Bewertung und Identifikation von Schweißgeruch unter Berücksichtigung des Geschlechts, des Labels und der Ekelempfindlichkeit
Weitere Titel
Disgust and the olfactory system: affective rating and identification of body odorants taking gender, label and disgust sensivity into account
Verfasser/ VerfasserinTriller, Justus
Begutachter / BegutachterinSchienle, Anne
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-112538 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Ekel und das olfaktorische System: die affektive Bewertung und Identifikation von Schweißgeruch unter Berücksichtigung des Geschlechts, des Labels und der Ekelempfindlichkeit [7.39 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Emotion des Ekels ist im Bereich Geruch ein relativ unerforschtes Forschungsgebiet. Die vorliegende Untersuchung hatte das Ziel, die olfaktorische Wahrnehmung (Bewertung und Identifikation) ekelauslösender Stimuli (Schweiß) des eigenen Körpers und fremder Körper gegenüberzustellen und zu erforschen. Genauer wurde dabei das Geschlecht, der Informationsstand und die Persönlichkeit (Ekelempfindlichkeit) berücksichtigt und deren Einfluss auf die Wahrnehmung untersucht. Die nicht-klinische Stichprobe, bestehend aus 150 TeilnehmerInnen im Alter zwischen 18 und 47 Jahren (50 % Frauen), wurde auf zwei Gruppen aufgeteilt: True-Labeling (TL) und False-Labeling (FL). Die TL-Gruppe, korrekt über die Stimuli instruiert, bewertete und identifizierte sechs fremde Schweißgerüche (drei männliche, drei weibliche) und den Eigenen. Die FL-Gruppe bewertete zwar die gleichen sechs Fremdgerüche, wurde aber im Gegensatz nicht über den wahren Ursprung des Geruchs instruiert, dieser wurde hier als „synthetisch“ angegeben (keine Identifikation). Bewertet wurde Ekel, Intensität, Valenz, Arousal, Ärger, Freude und Traurigkeit auf einer 9-stufigen Skala. Die Identifikation erfolgte mit der Unterscheidung der Herkunft (selbst/fremd, weiblich/männlich). Fremder Schweißgeruch wurde unangenehmer und ekliger empfunden im Vergleich zum Eigenen. Je höher die Ekelempfindlichkeit von Männern und Frauen war, desto ekliger wurde fremder Schweiß bewertet. Zusätzlich bewerteten Frauen fremde Schweißgerüche intensiver, unangenehmer und ekliger als Männer. Personen der TL-Gruppe bewerteten die Proben ekliger als jene der FL-Gruppe. Unterschiede in der Identifikationsfähigkeit innerhalb des Geschlechts konnten nicht gefunden werden. Durch die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung wird ein kognitiver Einfluss auf die affektive Bewertung angenommen.

Zusammenfassung (Englisch)

The emotion of disgust is a quite unexplored topic in the field of olfaction. The present study was directed to oppose and investigate the olfactory perception (affective rating and identification) of disgust inducing stimuli (sweat) of the own and foreign bodies. More specifically, gender, level of information and personality (disgust sensitivity) were taken into account and it was investigated, what influence they had on the perception. A non-clinic sample of 150 participants between 18 and 47 years (50 % women) was divided in True-Labeling- (TL) and False-Labeling-group (FL). The TL-group, correctly briefed about the stimuli, rated and identified six foreign body odours (3male/3female) and the own. The FL-group rated the same foreign odorants, but with the instruction that they were synthetic (no identification). Disgust, intensity, hedonic valence, arousal, anger, happiness and sadness were rated on a 9-point scale. Identification resulted from the distinction of the source (self/foreign and male/female). Foreign body odours were rated as more disgusting and more unpleasant compared to the own body odour. The higher the disgust sensivity was in men and women, the higher the ratings of disgust were for foreign sweat. Additionally, womens ratings of foreign sweat were higher in intensity, unpleasantness and disgust. TL-group revealed lower ratings in disgust than FL-group. Sex differences in the ability of identification could not be confirmed. The results present study lead to the assumption that there is a cognitive influence on the affective rating.